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AdWords Anzeigentexte optimieren (Tipps und Tricks)

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Verwendet Ihr spezielle Begriffe um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen? Werden die Keywords in den Anzeigentext eingebunden? Ist die Ziel-URL passend zu dem Inhalt der Anzeigen?

 


Diese Diskussion wurde aus dem alten Hilfeforum kopiert.

 

Kai de Wals, Top-Beitragender dieser Community hat folgendes geantwortet:

Da es in Adwords unterschiedlich zu bewerbende Netzwerke gibt vorweg der Hinweis, das ich auf die Anzeigentexterstellung in der Google Suche eingehen werde. Alle folgend genannten Punkte können/sollten natürlich miteinander kombiniert werden.


1. Anzeigentext-Struktur:
Bevor mit der Anzeigentextverfassung begonnen wird sollte festgelegt werden:
a) was will ich mit dem Anzeigentext (AT) erreichen?
b) welcher Anzeigengruppe soll der jeweilige AT zugeordnet werden?


2. Kreative Anzeigentexte:
Sicherlich hat jeder schonmal diese typischen Verkaufsphrasen ala [... Seriöse & kompetente Anwälte ...] gehört (gähn). Mal davon ausgehend das Anwälte seriös und kompetent sein sollten, ein meiner Meinung nach langweiliger Text. Das reißt niemanden mehr vom Hocker (weil tausendmal gehört) und ist sicherlich kein "großer" Anreiz auf eure Anzeige zu klicken. Seit kreativ bei der AT-Erstellung wie wärs z.B für einen arbeitssuchenden mit folgendem, auf den ersten Schein provozierendem, Text: Immer noch arbeitslos? - Starten Sie in ein neues Leben! - Ihr Traumjob wartet schon auf Sie. - www.domain.de/jobs


Emotionen wecken:
Eine der grundlegendensten (wichtigsten) Regeln im Marketing (egal in welchem Segment) ist es Emotionen zu wecken. Dies lässt sich auch wunderbar in den Anzeigentexten anweden. Im Display-Netzwerk mit Imageanzeigen ist das noch viel genialer, ein Bild sagt mehr als tausen Worte. Ich muss da immer an die Werbung einer großen Rechtsschutz-Versicherung mit dem kurzen Slogan "Ärger mit Ihrem Chef?" und dann der Gorilla auf dem Bild.


3. Handlungsaufforderungen:
Ein nicht unerheblicher Faktor den User zu einem Klick zu bewegen ist die Aufforderung dazu, der sogannte Call to Action. Auch hier gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Dieser sollte jedoch aufgrund der limitierten Zeichenanzahl relativ kurz sein z.B: "Kaufen", "Bestellen", "Anmelden" oder "finden", "suchen" "nicht verpassen" etc. dies kann je nach Angebot mit "gratis", "preiswert", "nur kurz" etc. kombiniert werden.


4. Produkttexte:
Um Produkte effektiv zu bewerben bzw. zu verkaufen ist eine preisangabe oftmals von Vorteil, der User der dann auf die Anzeige klickt hat meistens eine sehr hohe Kaufabsicht. Ein weiter Vorteil ist der Preis zu hoch klickt der User höchstwahrscheinlich nicht und man hat Kohle gespart.


5. Dynamic Keyword Insertion (DKI)
Ein etwas "komplexeres" Thema ist das DKI. Die funktionsweise zu erläutern würde den Rahmen sprengen, auf der SEM-Stammtisch-Frankfurt Webseite [1] wird DKI meiner Meinung nach sehr gut und verständlich erklärt.
Hier eine kurze Zusammenfassung zur grundlegenden Funktionsweise von DKI:
DKI bietet die Möglichkeit, dynamische Anzeigentexte über Platzhalter auszuliefern. Die Platzhalter werden bei der Auslieferung der Anzeige durch das ausgelöste Keyword ersetzt. Die Variablen können im Titel, in den Zeilen und in der Ziel-URL (hinter dem /Slash) an beliebigen Stellen der Anzeige eingesetzt werden.


ACHTUNG:
DKI bitte mit bedacht einsetzen, es kann auch nach hinten losgehen. Angenommen jemand wirbt für Hautcremes verwendet DKI in folgendem Satz:
Nie mehr {unreine Haut}!  Sein Keyword-Set beinhaltet z.B. die Kombi "reine Haut" wenn diese Kombi jetzt bei Google eingegeben wird bekommt der Satz eine völlig andere Bedeutung.


Optimierung mit Hilfe der Keyword-Liste:
In den meisten Fällen erzeugen drei bis vier keywords  75% der Impressionen d.h. mit diesen Keys wird am meisten gesucht. Daher bietet es sich an diese Keys (ich setze mal voraus das diese themenrelevant sind) priorisiert und unter Berücksichtigung der Klickrate (CTR) in den Anzeigentexten zu verwenden.


Anzeigentext-Variationen:
Meine Erfahrung hat gezeigt das oftmals nur das austauschen einzelner Key und/oder der Zeilen untereinander eine "immense" Steigerung der Klickrate nach sich gezogen hat.


Anzeigenanzahl/Anzeigenschaltung:
Ich empfehle pro Anzeigengruppe mind. fünf Anzeigentexte zu erstellen und diese am Anfang (für die ersten 4 Wochen) im gleichen Verhältnis zu schalten. Im weiteren Verlauf sollte dann je nach Zielsetzung und Website etc. auf Klickoptimierung oder Conversionoptimierung umgeswitcht werden.


Deeplinking:
Die Verlinkung sollte immer auf eine Zielseite führen die die Aussage des Anzeigentextes wiederspiegelt und erfüllt und/oder eine hohe tehmenrelevant hat. Wenn z.B. eine Sonderaktion läuft wo ein Produkt zum Preis X angepriesen wird sollte das Deeplinking direkt auf die Aktion verweisen.


Anmerkung:
Wie in allen Bereichen von Adwords ist auch hier eine kontinuierliche Analyse und Optimierung der Anzeigentexte erforderlich um bestmögliche Conversions zu erreichen. Wieviel Zeit man bereit ist in diese effektive Werbeform zu investieren muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dynamic Keyword Insertion (DKI)

 


Internet-mit-IQ GmbH hat zusätzlich geschrieben:
Wie die Poster vor mir kann ich nur betonen, dass es wichtig ist eine Relevanzkette zu erstellen.
Das bedeutet die 3 Faktoren Keyword, Anzeigentext und Landingpage sollten unbedingt etwas miteinander zu tun haben,
also relevant für einander sein.
Um diese Relevanzketten zu gewährleisten ist es wichtig, dass man seine Keywords in spezifische Gruppen einteilt und diese Einordnung dann auf der Anzeigengruppenebene fortführt.

                    Anzeigengruppe
                            |
                            v
Keyword <-> Anzeigentext <-> Landingpage

Als Beispiel:
Wir verkaufen verschiedene Kekse.
Die Anzeigengruppen sollten sich dementsprechend nach den verschiedenen Kekssorten richten.

In unserer Beispiel Anzeigengruppe verkaufen wir Jaffa-Cakes.
Um den Anzeigentext relevant für das Keyword zu machen sollte das Keyword im Anzeigentext vorkommen. Z.B.:

Kekse Shop
Wir verkaufen Jaffa-Cakes!
Kaufen Sie jetzt Kekse
www.kekse-shop.de/Jaffa_Cakes

Damit wir:
1. Eine höhere Relevanz haben und besser bewertet werden.
2. Das Keyword im Anzeigentext dick gedruckt wird und so mehr Aufmerksamkeit erregt.

Die Landingpage wäre in diesem Fall die Seite wo wir Jaffa-Cakes verkaufen.
Eine hohe Relevanz zwischen Landingpage und Keyword sorgt für geringe Kosten beim Gebot.

Wie Kai de Wals schon schrieb sollte man bei den Anzeigentexten kreativ sein.
Standard & Seriös kann langweilig auf den Nutzer wirken, deswegen sollte man rumprobieren.

Ausprobieren und versuch sich seiner Kundschaft anzupassen. Man muss seiner eigenen Vorstellung
seines Kunden entfliehen um zu sehen wie sein Kunde wirklich denkt und auf welche Texte und
Textkombination anspringt.
Wirken Preise? Oder das Werben mit einem großen Angebot? Oder Wortwitze?
Bsp.:"Hier werden Sie zum Krümelmonster"
Wenn man diese Faktoren beachtet sollte man gut platziert sein.

Doch wie geht es weiter?
Ein bewährte Methode sind A/B Tests um zwei Anzeigentexte gegeneinander laufen zu lassen.
Mit diesem Verfahren kann man schlecht laufende Anzeigentexte erkennen und auschliessen,
um dann den besseren Anzeigetext in einer leichten Variation zu starten.
Mit dieser Methode kann man langsam und sicher die Anzeigentexte optimieren.
Ein guten Artikel findet Ihr in der letzten Ausgabe des Suchradars.[1]
A/B Tests

 


admigo, Top-Beitragender hat zusätzlich geschrieben:
Hier noch ein paar Tipps von mir:

Tipp 1: Kreativität mehrerer Personen nutzen
bei der Anzeigengestaltung kreativ zu sein ist oft schwieriger, als einfach mal mehrere Personen Anzeigen formulieren zu lassen.
Und auch wenn man sich selbst als AdWords-Profi bezeichnet und Anzeigen für andere erstellt, darf man ruhig mal seine Auftraggeber Vorschläge machen lassen - manche haben tatsächlich ein gutes Gefühl für ihre Kunden.
Ich persönlich finde so ein "Wettrennen" zwischen Anzeigen verschiedener Personen sehr spannend.

Tipp 2: Optimale Anzeigenvariante wählen
Ich bin ein großer Freund der Kampagnenoption "Alle Anzeigen im gleichen Verhältnis schalten".
Schließlich suche ich weder die Anzeige mit der besten Klickrate noch die Anzeige mit den meisten Conversions.
Ich suche die Anzeige, die mir langfristig den größten Gewinn bringt.
Beispiel:
Anzeige 1: 100 Conversions zu je 10 Euro
Anzeige 2: 130 Conversions zu je 20 Euro
Wenn mein Produkt - mal extrem gedacht - 15 Euro kostet, wähle ich ganz klar Anzeige 1 und lösche Anzeige 2.
Wenn mein Produkt 1000 Euro kostet, wähle ich vermutlich Anzeige 2 und lösche Anzeige 1.

Tipp 3: Länderspezifische Domains verwenden
Es kann sinnvoll sein, in Deutschland mit einer DE-Domain (example.DE) zu werben, in Österreich mit einer AT-Domain und in der Schweiz mit einer CH-Domain. Normalerweise haben Anzeigen mit einer Toplevel-Domain des jeweiligen Landes eine höhere Klickrate.
Wenn man in Deutschland die Anzeige eines Online-Shops mit example.CH sieht klingeln bei vielen sofort die Alarmglocken: Hohe Versandkosten und Bezahlung in Franken statt Euro. Dass der Online-Shop ein Lager und Bankkonto in Deutschland hat, weiß der Betrachter der Anzeige ja nicht.
Idealer Weise sollten die Online-Shops natürlich auch nicht gleich sein und auf example.ch Preise direkt in Franken statt Euro angezeigt werden etc.

Tipp 4: Google bei Laune halten, Klickrate berücksichtigen
Man sollte sich bewusst machen, dass von der Anzeigenschaltung sowohl der Anzeigenschaltende als auch Google profitieren wollen.
Beispiel:
Anzeige 1:   5% Klickrate, 50 Cent/Klick und 100 Conversions zu je 10 Euro
Anzeige 2: 20% Klickrate, 40 Cent/Klick und 100 Conversions zu je 11 Euro
In diesem Fall kann es sinnvoll sein Anzeige 2 zu wählen, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als wenn sie mich nur mehr kostet (mehr Umsatz, aber weniger Gewinn bei konstanten Fertigungskosten).
Bei einer Klickrate von 20% und 40 Cent/Klick verdient Google deutlich mehr als bei 5% Klickrate und 50 Cent/Klick.
Oder anders ausgedrückt: Wenn Ihre Mitbewerber eine Klickrate von 10% haben, müssten die doppelt so hohe Klickkosten haben, damit Google mit denen genauso viel verdient wie mit Ihnen, bei 20% Klickrate.
Die Klickrate ist sehr wichtig bei der Berechnung des Qualitätsfaktors, der wiederum ganz entscheidend die Anzeigenposition und den Klickpreis beeinflusst (siehe Link [1]). Eine hohe Klickrate ist ja auch ein Indiz dafür, dass das Beworbene relevant für die Suchanfragen ist - und Google zeigt relevante Treffer möglichst weit oben an, um die Google-Nutzer bei Laune zu halten und nicht an die Mitbewerber zu verlieren.

Vereinfacht zusammengefasst: Man selbst profitiert langfristig von hohen Klickraten, dass Google einen gegenüber Mitbewerbern mit schlechteren Klickraten bevorzugt; Google profitiert durch höhere Einnahmen und Google-Nutzer profitieren davon, dass Google die relevantesten Anzeigen bevorzugt weiter oben schaltet.

rankingCHECK, Top-Beitragender hat auch geantwortet:
Also ich finde es super wie viele und sehr gute Tipps wir zusammengetragen haben. Woran dann gerade Beginner scheintern ist die Frage, WIE gehe ich bei diesen Tipps am besten vor. Ich sehe mir immer wieder Konten an denen dann viele Dinge ausprobiert werden. Man ändert die Text schaut , ob sie besser laufen etc. Wichtig zu wissen ist, dass man immer eine minimale Anzahl an Klicks braucht bis man sieht welche Anzeige besser ist. Ganz grob kann man sagen, dass eine Anzeigenvariante mindestens 200 Klicks haben sollte damit man sie valide bewerten kann. Das heißt aber auch, dass man so Minimum 100€ ausgibt, bis man eine Anzeige bewerten kann. Also sollte man diese Evaluierung möglichst effektiv gestalten. Mein Tipp ist es dabei relativ schematisch und strategich vorzugehen.

Am Anfang macht man sich folgende Liste:
1) USPs
Eine Liste mit den wichtigsten USP
Z.B.:
Exklusiv, günstige Preis, schnell verfügbar, keine Versandkosten, neuartig, einzigartig, hohe Qualität
2) Daraus entwickelt man die wichtigsten Call-of-actions
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Das kommt in die dritte Zeile
3)In die zweite Zeile kommen die restlichen USPs
4) in den Titel eine Produktbeschriebung oder weitere USPs
5) Man erstellt so viele Variante, dass man alle Call-of-Actions sinnvoll mit den andere Beschreibungen in Zeile 2 versieht.
In der Regel kommt man da so auf 6-10 Varianten.
Sind es mehr wählt man die optisch 6-10 besten aus. (User scannen)

Jetzt lässt man diese laufen bis alle genüngend Klicks für die Evaluierung hat.
6) Man schaltet die schlechtesten (vor allem nach CTR)  ab so dass die besten 3 weiterlaufen.
7) Nach ca weitere 200 Klicks pro Text schaut man sich an WARUM welche Variante die beste ist.
8) Aufgrund diese Erkenntnis macht man KLEINE Modifikationen. Kleine Umstellungen. "&" statt und etc.
9) Die neuen Variantionen kommen dazu und werden noch einmal durchgestestet
10) Der Sieger wird ermittelt und es läuft nur noch dieser. An dieser Stelle kann man den von IMIQ vorgeschlagenen A/B Test nochmal machen mit 2 Varianten.

Aus meiner Erfahrung kommt man so am schnellsten zu der perfekten Anzeige. Natürlich läuft dann mehr und mehr Erfahrung rein. Und die Erfahrung die man für einen Shop in einer Anzeigengruppe gesammelt hat kann man dann natürlich auf die anderen Anzeigengruppen übertragen.
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Betreff: AdWords Anzeigentexte optimieren (Tipps und Tricks)

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Der Thread ist zwar schon älter, vielleicht dennoch interessant: mein Texter-Ratgeber für die Adwords-Anzeigenoptimierung. Mit vielen kommentierten Musteranzeigen.