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B2B Kampagne: Wie Customer ausschließen?

[ Bearbeitet ]
Rang 5
# 1
Rang 5

Liebe Foren-Teilnehmer,

 

meine Frage ist nicht ganz trivial, daher muss ich ein bisschen vorher erklären.

 

Ich betreibe die Webseite b o d a l g o.com – einen Marktplatz für Sprecher. Dort können Menschen, die zum Beispiel für einen Internet-Clip eine Off-Stimme suchen, schnell und einfach einen passenden Off-Sprecher finden. Wichtig dabei ist: Der Auftraggeber kann ein Sprechercasting kostenlos einstellen, das Geschäftsmodell wird von den Sprechern getragen.

 

Mein Marketing richtet sich ausschließlich an die Auftraggeber. Sprecher finden "von alleine" auf die Plattform.

 

Jetzt zum Problem:

 

Sämtliche Kampagnen (Suchnetzwerk), die ich bisher geschalten habe, konvertieren zwar prächtig, aber leider fast ausnahmslos bei den Sprechern und nicht bei den Auftraggebern. Und das, obwohl …

 

  • … die Anzeigen eindeutig Auftraggeber ansprechen
  • … ich über negative Keywords schon sehr viel Customer-Traffic abwehre

 

Das Problem ist nur: Das wichtigste Keyword [voice over talent] und [voice talent] (die Kampagne zielt auf den amerikanischen Markt) wird sowohl von den Sprechern wie auch den Auftraggebern verwendet. Nur suchen scheinbar sehr viel mehr Sprecher, wahrscheinlich nach der Suche nach neuen Erlösquellen, dieses Keyword. Deshalb werden meine Anzeigen, obwohl diese ganz eindeutig für Auftraggeber ausgerichtet sind, von den Sprechern geklickt. Die machen das, weil sie für sich selbst Aufträge wittern, die sie über unsere Plattform bekommen könnten. Das ist nicht falsch gedacht, aber es macht meine Kampagne kaputt.

 

Welche Möglichkeiten seht ihr, wie ich den Customer Traffic eingrenze OHNE den Business-Traffic zu beschädigen? Ich hatte in der Richtung IP-Blocking überlegt, also zum Beispiel die B2C ISPs alle blocken und sehen, was übrig bleibt, aber ich weiß nicht, ob man hier überhaupt wirklich zwischen B2B und B2C trennen kann.

 

Ich bin für jede Idee, sei sie auch noch so verrückt, offen.

 

Lieben Gruß und Frohes Neues!

 

Armin

1 Expertenantwort(en)verified_user

Betreff: B2B Kampagne: Wie Customer ausschließen?

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo Armin,

 

in der Tat nicht ganz trivial, aber natürlich sehr spannende Frage ...

 

Mit den IP-Ausschlüssen wird man es eher nicht schaffen, weil du da bzgl. Wildcards auf das letzte Oktett der IP-Adresse beschränkt bist und weil Privat-Provider zahllose IP-Bereiche belegen, an die man von der Vollständigkeit her, zumal für den US-Markt, auch nicht so einfach rankommen wird.

 

Aber du wolltest ja eine verrückte Idee:

 

  • Verwende Google Analytics mit Remarketing-Funktion
  • Bau dir dann in Analytics eine Remarketing-Liste auf, in die du alle US-Nutzer aufnimmst, deren Analytics-Dimension "Internetanbieter" zu den bekannten US-Privatprovidern gehören
  • Verwende dazu die Daten aus meinem öffentlichen "United States (US) Companies Segment" aus der Google Analytics Solution Gallery [1]
  • Wichtig ist, dass du dazu das Segment invertierst, d.h. in der Remarketing-Liste die Provider dann einschließt statt ausschließt
  • Diese Remarketing-Liste dann im Rahmen eines Remarketing for Search [2] in deiner AdWords-Kampagne ausschließt

Dadurch könntest du zwar nicht alle Nutzer dieser Provider ausschließen, aber zumindest die meisten derjenigen, die schon mal auf deiner Website waren. D.h. du würdest zumindest nur den ersten Klick dieser Nutzer bezahlen, nicht aber evtl. Folgeklicks desselben Nutzers (weil deine Anzeige für einen solchen Nutzer dann nicht mehr erscheint) - vorausgesetzt, er hat seine Cookies nicht gelöscht ...

 

Viele Grüße, Christoph

 

[1] https://www.google.com/analytics/gallery/#posts/search/%3F_.term%3Dus%20companies%26_.start%3D0%26_....

 

[2] https://support.google.com/analytics/answer/6212951?hl=de

Betreff: B2B Kampagne: Wie Customer ausschließen?

[ Bearbeitet ]
Rang 10
# 3
Rang 10

Hallo Armin,

in der Tat interessante Frage. Hier einige Ideen, die uns bei B2B-Adwords-Kunden geholfen haben:

  • zeitliche Einschränkung im Tagesverlauf, etwa Mo bis Fr 9:00 bis 18:00 Uhr
    Hypothese: Auftraggeber sind eher zu normalen Bürozeiten auf der Suche, die Sprecher sicher auch abends und am Wocnende. (In USA die Zeitzonen beachten)

    • Mobil ausschließen/untergewichten
      Hypothese: Auftraggeber recherchieren eher über Desktop (vom Büro aus)
  • räumliche Einschränkung:
    Hypothese: Auftraggeber/Firmen eher in Ballungsräumen/Großstädten, Sprecher auch im ländlichen Raum (okay, etwas gewagte Hypothese)

  • Die Conversion/Ziele mittels qualifizierter zusätzlicher Aspekte eindeutiger definieren:
    Mittels Google Analytics lassen sich z.B. auch die Mindest-Dauer des Besuchs und die Mindest-Anzahl der besuchten Seiten als Conversion bzw. Ziel festlegen.

    Eine echte oder "qualifizierte" Conversion könnte z.B. lauten:
    Der Besucher war mindestens auf 3 verschiedenen Seiten und davon auch auf der Kontaktseite.
    Hypothese: Potenzielle Auftraggeber beschäftigen sich intensiver mit deiner Seite als Sprecher

  • Vielleicht findest du hier noch etwas, das dir hilft
    http://www.got.de/kompetenzen/b2b-adwords-suchmaschinenmarketing-sem

    Zugegeben: Keiner dieser Tipps kann die Sprecher von den Auftraggeben vollständig trennen, aber zumindest sollte sich das Verhältnis zugunsten der Auftraggeber verschieben und die Streuverluste minimiert werden.

 

 

Gruß

Gerald

 

 

 

Betreff: B2B Kampagne: Wie Customer ausschließen?

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Rang 5
# 4
Rang 5

Meine Erfahrung mit artverwandten Problemstellungen: The power is in the pipe - oder nicht: Mit AdWords lassen sich zwar elegant tiefhängende Früchte plücken, aber leider nur, wenn es sie gibt. Meine damit, AdWords funktioniert in der Regel nur so gut wie die Keywords, mit dem man das System füttert und füttern kann. Vielleicht finden sich doch noch weitere, spezifischere Keys? Falls nicht, wird es voraussichtlich bei einer unbefriedigenden Abwehrschlacht bleiben - und es könnte sich ein Werbekanalwechsel aufdrängen.