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Kampagnenoptimierung: löschen oder CPC erniedrigen?

[ Bearbeitet ]
Top Beitragender
# 1
Top Beitragender

Hi,

 

mit den heutigen Ankündigungen zu den "erweiterten Kampagnen" (siehe z.B. der Post von Alicja hier im Forum [1]) stelle ich mir gerade die Frage: Wie gehen wir eigentlich grundsätzlich mit bzgl. CTR oder CPA schlechter performenden Keywords, Placements, Tageszeiten, Geräten, Orten usw. um?

 

Es gibt da ja zwei mögliche Strategien:

 

  1. Löschen oder Deaktivieren dieser schlechter performenden Dimensionen, z.B. unterhalb einer max. CTR. Das ist gut für den Qualitätsfaktor der Kampagne insgesamt und damit letztendlich für die Kosten, beschneidet aber die Reichweite der Kampagne.
  2. Erniedrigen des max. CPCs bzw. eine der zukünftigen Gebotsanpassungen nach unten für diese schlechter performenden Dimensionen, bis der max. CPA passt. Das ist nicht so gut für den Qualitätsfaktor der Kampagne insgesamt und damit letztendlich für die Kosten, erhält aber weitgehend die Reichweite der Kampagne.

Was ist dann am Ende für uns (bzw. für Google) profitabler? Wie geht ihr da vor, bzw. welche dieser Strategien bevorzugt ihr?

 

Viele Grüße, Christoph

 

[1] https://www.de.adwords-community.com/t5/Anzeigen-verwalten/Neu-Erweiterte-Kampagnen-f%C3%BCr-Marketi...

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September 2015

Moin Christoph,   ich versuche oft über CPC-Tests die opt...

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Moin Christoph,

 

ich versuche oft über CPC-Tests die optimale Position (Klickgebot) zu ermitteln.

Dabei teste ich in einigen Fällen bewusst auch für unrentable Keywords, wie die sich an TOP-Positionen entwickeln.

Es gibt Keywords, die rechnen sich anscheinend nur an top Positionen und andere nur auf der rechten Seite und wieder andere wandern in die ausschließenden Keywords:-)

 

Gleiches gilt bei Placements im Display-Netzwerk. Einige bekommen separate Gebote, damit die mit höheren Geboten noch besser laufen, andere, damit ich die Gebote senken und so hoffentlich in die Gewinnzone drücken kann.

 

Ciao

          Holger

 

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September 2015

Moin Christoph,   bist Du Dir sicher, dass der CPA den Qu...

Top Beitragender
# 4
Top Beitragender

Moin Christoph,

 

bist Du Dir sicher, dass der CPA den Qualitätsfaktor beeinflusst??? Wäre mir neu!

 

Was ich mit Keywords mache, die nicht so wollen wie ich will, hängt von vielen Faktoren ab

  • Drängt der Kunde auf mehr Bestellungen oder geht es um Senkung der Kosten pro Conversion?
  • Was sagt mein Bauchgefühl:-)
  • Habe ich relativ viele Conversions, aber die Kosten sind etwas zu hoch, drängen sich Optimierungen/Tests auf
  • Habe ich wenige/keine Conversions und die Kosten sind zu hoch, wird es komplizierter.
    Wie sieht die Absprungrate aus? Lief die Anzeige vielleicht oben an Platz 1 und das Keyword zieht magisch Klickwütige an, die ohne zu lesen auf die erste blaue Schrift klicken, die dem Mauszeiger nicht ausweichen kann?
    Ist das Keyword schon exakt passend? Oder muss es modifiziert weitgehend passend laufen, weil die Suchanfragen zu sehr variieren? Kann ich durch ausschließende Keywords die Kosten senken, ohne (zu viele) Conversions zu verlieren?
  • In welchem Stadium befinden sich die meisten Suchenden? Enthalten die Suchanfragen eher Worte wie "Test, Erfahrung etc." oder wie "Preis, kaufen etc."? Kurz: Suchen die Informationen oder sind die kurz vorm Kauf?
  • Gerne nutzte ich die Möglichkeit, Keywords parallel als modifiziert weitgehend und als exakt passend einzubuchen.
    Unterschiedliche Klickgebote sind da eher die Regel als die Ausnahme.
  • Steht der Optimierungs-/Testaufwand im Verhältnis zum langfristigen Nutzen?

 

Ich denke, es gibt SEHR viele Faktoren, die da eine Rolle spielen - einfache Wenn-Dann-Regeln gibt es wenig.

 

Aber um nicht nur schwammig zu antworten, etwas Butter bei die Fische:-)

 

Wenn die Suchanfrage in Richtung "billig, günstig, Preisvergleich" geht, lohnt sich oft ein Test mit niedrigeren CPCs, da viele aus diese Zielgruppe eh die Anzeigen von oben bis unten durchklicken.

 

Bei einigen 1-Wort-Suchanfragen, habe ich so eine Theorie, dass die teilweise von unerfahrenen oder "faulen" Internetnutzern kommen und wenn man die oben abfängt, können sich die Kosten pro Conversion reduzieren, auch wenn die Klickkosten deutlich steigen. Diese Zielgruppe ist froh, wenn sie das Gesuchte gefunden hat oder hat einfach keinen Bock auf Online-Schaufensterbummel. Die Zielgruppe "Gesucht-Gefunden-Gekauft" erreicht man schlecht auf der rechten Seite.:-)

 

Generell:

Ich bin ein großer Freund von modifiziert weitgehend passenden Keywords; habe mit ausschließenden Keywords aber auch schon die Systemgrenzen erreicht:-)

Man kann auch nicht immer den Qualitätsfaktor 10 erreichen und es ergibt nicht immer Sinn, das Konto von sämtlichen Warnmeldungen zu befreien. Ich ignoriere teilweise bewusst Hinweise, dass die Klickgebote zu niedrig sind. Wenn es sich mit höheren Klickgeboten nicht lohnt und die Keywords mit dieser Meldung rentabel (im Such-Werbenetzwerk) laufen, ist das Ziel erreicht und ich werde blind für orange Warnmeldungen.

Ich glaube nicht, dass die negativen Auswirkungen solcher Keywords auf das Konto so gravierend sind, dass ich diese löschen und als ausschließende Keywords definieren sollte.

 

Kurz: Ich optimiere auf Umsatz, nicht auf Schönheit. Mit Punktabzügen in der B-Note, für orange Meldungen und für Keywords, die nicht mit Qualitätsfaktor 10 glänzen, kann ich leben. :-)

 

Ciao

          Holger

 

 

 

 

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Moin Christoph,   ich versuche oft über CPC-Tests die opt...

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Moin Christoph,

 

ich versuche oft über CPC-Tests die optimale Position (Klickgebot) zu ermitteln.

Dabei teste ich in einigen Fällen bewusst auch für unrentable Keywords, wie die sich an TOP-Positionen entwickeln.

Es gibt Keywords, die rechnen sich anscheinend nur an top Positionen und andere nur auf der rechten Seite und wieder andere wandern in die ausschließenden Keywords:-)

 

Gleiches gilt bei Placements im Display-Netzwerk. Einige bekommen separate Gebote, damit die mit höheren Geboten noch besser laufen, andere, damit ich die Gebote senken und so hoffentlich in die Gewinnzone drücken kann.

 

Ciao

          Holger

 

Hallo Holger,   und nimmst du sie dann eher raus, wenn's...

Top Beitragender
# 3
Top Beitragender

Hallo Holger,

 

und nimmst du sie dann eher raus, wenn's nicht passt, oder drückst du eher das Gebot? Bzw. wovon machst du das dann im Einzelfall abhängig?

 

Viele Grüße, Christoph

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Moin Christoph,   bist Du Dir sicher, dass der CPA den Qu...

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# 4
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Moin Christoph,

 

bist Du Dir sicher, dass der CPA den Qualitätsfaktor beeinflusst??? Wäre mir neu!

 

Was ich mit Keywords mache, die nicht so wollen wie ich will, hängt von vielen Faktoren ab

  • Drängt der Kunde auf mehr Bestellungen oder geht es um Senkung der Kosten pro Conversion?
  • Was sagt mein Bauchgefühl:-)
  • Habe ich relativ viele Conversions, aber die Kosten sind etwas zu hoch, drängen sich Optimierungen/Tests auf
  • Habe ich wenige/keine Conversions und die Kosten sind zu hoch, wird es komplizierter.
    Wie sieht die Absprungrate aus? Lief die Anzeige vielleicht oben an Platz 1 und das Keyword zieht magisch Klickwütige an, die ohne zu lesen auf die erste blaue Schrift klicken, die dem Mauszeiger nicht ausweichen kann?
    Ist das Keyword schon exakt passend? Oder muss es modifiziert weitgehend passend laufen, weil die Suchanfragen zu sehr variieren? Kann ich durch ausschließende Keywords die Kosten senken, ohne (zu viele) Conversions zu verlieren?
  • In welchem Stadium befinden sich die meisten Suchenden? Enthalten die Suchanfragen eher Worte wie "Test, Erfahrung etc." oder wie "Preis, kaufen etc."? Kurz: Suchen die Informationen oder sind die kurz vorm Kauf?
  • Gerne nutzte ich die Möglichkeit, Keywords parallel als modifiziert weitgehend und als exakt passend einzubuchen.
    Unterschiedliche Klickgebote sind da eher die Regel als die Ausnahme.
  • Steht der Optimierungs-/Testaufwand im Verhältnis zum langfristigen Nutzen?

 

Ich denke, es gibt SEHR viele Faktoren, die da eine Rolle spielen - einfache Wenn-Dann-Regeln gibt es wenig.

 

Aber um nicht nur schwammig zu antworten, etwas Butter bei die Fische:-)

 

Wenn die Suchanfrage in Richtung "billig, günstig, Preisvergleich" geht, lohnt sich oft ein Test mit niedrigeren CPCs, da viele aus diese Zielgruppe eh die Anzeigen von oben bis unten durchklicken.

 

Bei einigen 1-Wort-Suchanfragen, habe ich so eine Theorie, dass die teilweise von unerfahrenen oder "faulen" Internetnutzern kommen und wenn man die oben abfängt, können sich die Kosten pro Conversion reduzieren, auch wenn die Klickkosten deutlich steigen. Diese Zielgruppe ist froh, wenn sie das Gesuchte gefunden hat oder hat einfach keinen Bock auf Online-Schaufensterbummel. Die Zielgruppe "Gesucht-Gefunden-Gekauft" erreicht man schlecht auf der rechten Seite.:-)

 

Generell:

Ich bin ein großer Freund von modifiziert weitgehend passenden Keywords; habe mit ausschließenden Keywords aber auch schon die Systemgrenzen erreicht:-)

Man kann auch nicht immer den Qualitätsfaktor 10 erreichen und es ergibt nicht immer Sinn, das Konto von sämtlichen Warnmeldungen zu befreien. Ich ignoriere teilweise bewusst Hinweise, dass die Klickgebote zu niedrig sind. Wenn es sich mit höheren Klickgeboten nicht lohnt und die Keywords mit dieser Meldung rentabel (im Such-Werbenetzwerk) laufen, ist das Ziel erreicht und ich werde blind für orange Warnmeldungen.

Ich glaube nicht, dass die negativen Auswirkungen solcher Keywords auf das Konto so gravierend sind, dass ich diese löschen und als ausschließende Keywords definieren sollte.

 

Kurz: Ich optimiere auf Umsatz, nicht auf Schönheit. Mit Punktabzügen in der B-Note, für orange Meldungen und für Keywords, die nicht mit Qualitätsfaktor 10 glänzen, kann ich leben. :-)

 

Ciao

          Holger

 

 

 

 

Hallo Holger, danke für deine ausführlichen Kommentare....

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Top Beitragender
# 5
Top Beitragender

Hallo Holger,

 

danke für deine ausführlichen Kommentare.

 

> bist Du Dir sicher, dass der CPA den Qualitätsfaktor beeinflusst??? Wäre mir neu!

 

Ja, da habe ich mich etwas unsauber ausgedrückt! Ich meinte in meiner Aussage oben, so wie sie dasteht, bezüglich des Qualitätsfaktors natürlich eher die CTR als den CPA (hab das gerade von "z.B. bei einem max. CPA" geändert in "z.B. unterhalb einer max. CTR"). Im meinte das im Sinne der Argumentationskette: Geringe CTR -> geringerer QF -> höhere Klickpreise -> höherer CPA.

 

> Wenn die Suchanfrage in Richtung "billig, günstig, Preisvergleich" geht, lohnt sich oft ein Test mit niedrigeren CPCs, da viele aus diese Zielgruppe eh die Anzeigen von oben bis unten durchklicken.

 

Guter Punkt.

 

> Bei einigen 1-Wort-Suchanfragen, habe ich so eine Theorie, dass die teilweise von unerfahrenen oder "faulen" Internetnutzern kommen und wenn man die oben abfängt, können sich die Kosten pro Conversion reduzieren, auch wenn die Klickkosten deutlich steigen. Diese Zielgruppe ist froh, wenn sie das Gesuchte gefunden hat oder hat einfach keinen Bock auf Online-Schaufensterbummel. Die Zielgruppe "Gesucht-Gefunden-Gekauft" erreicht man schlecht auf der rechten Seite.:-)

 

Da fällt mir spontan der "männliche Impulskäufer" dazu ein ...

 

> Man kann auch nicht immer den Qualitätsfaktor 10 erreichen und es ergibt nicht immer Sinn, das Konto von sämtlichen Warnmeldungen zu befreien.

 

Ja, ich bin gegen Meldungen auch ziemlich immun.

 

Viele Grüße, Christoph