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Konkurrenz-Keywords einbuchen

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Top Beitragender
# 1
Top Beitragender

Hallo

 

In diesem Thema möchte ich gerne alles zu "competition-bidding" sammeln. Bucht ihr Keywords eurer Konkurrenz ein um auf eure Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen?

 

Zum Thema "Keyword-Bidding auf Konkurrenz-Keywords" habe ich folgende Erfahrungen gemacht:

  • Klickraten meist sehr mies (bei Brands wissen die Besucher meistens was sie suchen und lassen sich dadurch weniger ablenken)
  • Klickpreise steigen kontinuierlich
  • Zielseite lässt sich meist schwierig optimieren
  • Anzeigentext kann schlecht optimiert werden, um eventuell bestehende Markenrechte nicht zu verletzen
  • Qualitätsfaktor zieht dadurch sehr nach unten -> 1/10 bis 3/10
  • Fazit: "Keyword selten geschaltet, da QF zu niedrig"

Ich muss zugeben, dass ich auch Googles Vorgehen, die Anzeigen eingeschränkt zu schalten – nicht nur aus ökonomischer Sicht – leider sinnvoll finde.

 

Wie sind eure Erfahrungen? Haben sich eure Klickraten positiv verändert oder wenn nicht, wie schnell sind sie eingebrochen? Freue mich auf regen Austausch zu dem Thema!


Viele Grüße, Andreas


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2 Expertenantwort(en)verified_user

Ich muss sagen, daß wir bisher uns genau wegen dem fallen...

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Ich muss sagen, daß wir bisher uns genau wegen dem fallenden Qualityscore primär auf die Keywords des Kunden fokussieren und gar nicht versuchen bei mitbewerbern Trittbrett zu fahren. Weil um Besucher umzustimmen, die ohnehin nach dem Mitbewerber gesucht haben, bedarf es wirklich eine ausgefeilte Zielseite mit absolut passender Zielgruppenansprache, damit diese letztendlich tatsächlich als Kunden gewonnen werden können.

Viele Grüsse, Sönke
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Hallo Andreas, Danke für das neue Thema. Ich habe deine...

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Rang 11
# 3
Rang 11

 

Hallo Andreas,

 

Danke für das neue Thema. Ich habe deinen Input genutzt, um unsere „competition bidding“ Kampagnen zu analysieren.

 

Grundsätzlich entscheidet immer unser Kunde, ob wir die Möglichkeiten prüfen sollen. Mittlere und grosse Unternehmen entschieden sich immer gegen das Einbuchen von Mitbewerber Keywords. Mein moralischer Aspekt muss dabei im Hintergrund bleiben - unser Job ist das Aufzeigen und Erklären der Möglichkeiten.

 

Als Konkurrenz Keywords betrachten wir;

  • Firmennamen der Mitbewerber
  • Webadressen der Mitbewerber
  • Fremde Produktmarken
  • Produkteigenschaften, die Produkte unseres Kunden nicht beinhalten

Ich habe jetzt einmal nachgeschaut und habe gerade noch 13 Kundenkonten mit "Competition Bidding" gefunden. Ohne zu analysieren zeigt diese Situation, dass die Kampagnen bei der Optimierung auf Ziele nach einiger Zeit aus Rentabilitätsgründen ausgemustert werden, denn wir haben sicher sehr viele mehr erstellt.

 

Wie erwartet sind es die produktbezogenen Kampagnen und Produktmarken, die zum Teil über längere Zeit aktiv sind. Darin sind aber auch bereits keine bekannten Brands mehr enthalten.

 

  • Die Klickrate bewegt sich je nach Branche und Art des Keywords zwischen grauenhaft bis grässlich 0-4.1%
  • Die Conversion-Raten sind noch schlimmer, im Schnitt 0.95% (nicht nur Shops)
  • Zielseite lässt sich nicht optimieren, da unser Kunde ja seinen Mitbewerber nicht nennen möchte oder darf
  • Beim Anzeigentext ist die Optimierung auf Relevanz schwierig aber kreative Anzeigentexte können durchaus ansprechende Klickraten liefern
  • Qualitätsfaktor 1/10 bis 9/10, Durchschnitt 4.25/10

Für unsere Kunden kann es Sinn machen, gezielt "Keyword Bidding" zu betreiben. Meist lässt sich aber das verfügbare Budget sehr viel sinnvoller einsetzen. Bei einem performance-basierten Preismodell würden wir nie "competition bidding" betreiben, dazu sind die Kennzahlen einfach zu schlecht.

 

Eine generelle Aussage zu Klickrate und Entwicklung kann ich nicht aus den Daten lesen. Es scheint keinen Nenner über Branchen oder Kontogrösse und Leistungsdaten zu geben. Einzig Keywords mit QF über 6 sind langfristig (18 Monate) günstiger während sich der dCPC bei QF 6 und tiefer innerhalb der gleichen Zeitdauer fast verdreifacht haben. Eine Aussage zur Conversion-Entwicklung kann aufgrund der knappen Datenbasis nicht getroffen werden.

 

Nachtrag: Keys mit QF über 6, sind produktbezogene Keywords und nicht Marken oder Firmennamen

 

Grüsse

Bruno

Bruno, danke für deine ausführliche Stellungnahme zum The...

Top Beitragender
# 4
Top Beitragender

Bruno, danke für deine ausführliche Stellungnahme zum Thema. Das bestätigt meine gemachten Erfahrungen. Das produktbezogene Keywords eventuell eine bessere Klickrate als eigenständige Marken aufweisen kann ich mir gut vorstellen.

 

Webadressen der Mitbewerber sind nach meinen Erfahrungen mit noch schlechteren Klickraten versehen als normale Firmennamen. Wer sogar schon die Domain kennt, die er besuchen möchte, lässt sich noch schlechter davon abbringen Konkurrenzprodukte genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Ich habe mir von competition bidding eigentlich mehr erhofft, muss abschließend aber feststellen das ich das Vorgehen von Google (bei mieser Klickrate/QF die Keywords selten bis gar nicht zu schalten) absolut nachvollziehen kann. Die Konkurrenz wird immer größer, daher sollten auch die Anzeigenplätze nach Relevanz vergeben werden.

 

Was waren das denn für 6er-QF Keywords bei dir, Bruno bzw. welche Klickrate konntest du damit erreichen? 


Viele Grüße, Andreas


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Hallo Andreas Die 6er sind produktbezogen. Wie soll ich d...

Rang 11
# 5
Rang 11
Hallo Andreas

Die 6er sind produktbezogen. Wie soll ich das jetzt erklären ohne gerade die Kampagne zu erwähnen?! *grübel.

Also Beispiel: Du machst die Kampagne für Honda, buchst aber die Produktnamen von Nissan ein. Wenn Honda kein Hybrid-Auto hat, buchst du trotzdem die Hybrid Keys ein, da der Nissan Käufer auch der Honda Käufer sein kann. Durch die themenrelevanz haben diese Suchbegriffe recht gute QF's. Im Anzeigentext nennt man natürlich nicht das Nissan Produkt sondern eine allgemeine Variante.

Die Klickrate bewegt sich so im Bereich 1-4%. Wie schon erwähnt ist die Conversion Rate nicht relevant, da der Kunde diese Kampagne explizit wünscht. Auch der dCPC unterliegt nicht dem gleichen Druck, wie bei performance orientierten Kampagnen, daher musste ich zuerst auch nachschauen, was diese Keys so machen...

Bei Webadressen ist es so, wenn ein generischer Begriff darin ist, zb. Haarprodukte.de, dann macht es für einen Shop im Bereich haarprodukte durchaus Sinn auf die Wortgruppe "haarprodukte de" zu bieten. Das schauen wir nicht einmal als "competition bidding" an und verbauen die Kombi ganz normal in einer Anzeigengruppe.

Wenn der Mitbewerber soleo.at heisst, macht "soleo at" kaum Sinn.

Mir gefällt die aktuelle Situation wie sie ist. Unsere Kunden sollen sich auf IHRE Stärke konzentrieren und darauf wollen wir auch Anzeigen schalten. Je mehr der Google User auf Anzeigen klickt und nicht das Erwartete sieht, desto weniger wird er auf Anzeigen klicken. Klickraten sinken und wir werden arbeitslos :-)

Grüsse an alle
Bruno

Mir gefällt die aktuelle Situation wie sie ist. Unsere Ku...

Top Beitragender
# 6
Top Beitragender

Mir gefällt die aktuelle Situation wie sie ist. Unsere Kunden sollen sich auf IHRE Stärke konzentrieren und darauf wollen wir auch Anzeigen schalten. Je mehr der Google User auf Anzeigen klickt und nicht das Erwartete sieht, desto weniger wird er auf Anzeigen klicken. Klickraten sinken und wir werden arbeitslos :-)

 

Gutes Fazit, Bruno! ;-)


Viele Grüße, Andreas


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Rang 6
# 7
Rang 6
Hi,

ich habe mir eure Beiträge durchgelesen und stimme euch mit allem zu!
Nun ist aber leider der Fall eingetreten, dass ein Wettbewerber auf die Brand meines Kunden AdWords anzeigen schaltet. Ich habe Ihn freundlich gebeten dies zu unterlassen; keine Reaktion.
Gibt es die Möglichkeit anders zu klären? Beim Informieren bin ich öfters auf Marke schützen lassen gestoßen, habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht?

Danke für´s Feedback,
Ramona

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Top Beitragender
# 8
Top Beitragender

Hallo Ramona

 

Das Konkurrenz-Keywords eingebucht werden, lässt sich wohl nicht verhindern. In der Anzeige darf der Markenname aber nicht erscheinen. Du kannst das Formular für Markenbeschwerden ausfüllen.


Viele Grüße, Andreas


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Rang 6
# 9
Rang 6
Hi cotisuelto,

danke für deine schnelle Anwort.
Die Brand wird auch nicht im Anzeigen Text verwendet. Ich weiß bei anderen Kunden von mir, dass ich gewisse Brands nicht einbuchen kann, also auch als KeyWords.
Geht das auch über das Fomular?

Viele Grüße
Ramona

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Top Beitragender
# 10
Top Beitragender

Ja. Du musst zunächst Google die Marke mitteilen. Das kannst du über oben genanntes Formular machen.


Viele Grüße, Andreas


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