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Hier gehts nicht mit rechten Dingen zu

Rang 5
# 1
Rang 5

Hi all,

 

mein Beitrag mag den Einen oder Anderen vor den Kopf stoßen, aber nachdem ich das aktuelle Geschehen nun zum x-ten Male feststellen muss, komme ich unweigerlich zu der Annahme, dass es bei der Verwendung von Adwords nicht mit rechten Dingen zugehen muss. Ich muss vorausschicken, dass ich kein Fan von Google Adwords bin, aber das nur am Rande bemerkt.

 

Das, was ich in Frage stelle, ist ob die gezählten Klicks oder zumindest ein nicht unerheblicher Anteil wirklich durch eine natürliche Person erzeugt werden. Natürlich gibt es ein unbestrittenes Missbrauchspotential, jedoch unterstelle ich Google, dass man eine Logik betreibt, die das Missbrauchspotential reduziert. Angesichts der unverhältnismäßig hohen Rate an Klicks, kommen mir aber nicht nur Zweifel auf, ob es wirklich eine Schutzvorrichtung gibt?! Vor dem Hintergrund eines Anteils von 40% aller Klicks und das bei nahezu jeder Anzeigenkampagne, ist dieser Zweifel in jedem Falle gerechtfertigt.

 

Anders als vermutlich die meisten verwende ich kein GA, sondern Matomo aka Piwik und das mit diversen Abweichungen für das Tracken, bzw. um unabhängig von Adwords reale Besucher von Ghost Traffic noch besser differenzieren zu können. Grundsätzlich stimmt die Zahl an Klicks, bzw. der aufgerufenen Zielseite von Adwords mit Matomo überein. Damit enden aber alle Gemeinsamkeiten! Anders als bei GA, ermöglicht Matomo die Funktion eines variabel einstellbaren "Heartbeat" Timers, was dazu dient die Verweilzeiten nahezu Sekunden genau messen zu können. Die Verweilzeit ist zumindest für mich ein Messfaktor für die Wahrnehmung der aufgerufenen Seite und für das Nutzerverhalten.

 

Meine für die Adwords Kampagne generierte Zielseite wurde bewusst so gestaltet, dass man mehr Aufwand betreiben muss, um nicht auf der Seite zu verweilen. Ich will das mal mit Schokolade vergleichen, die einem offeriert wird und es einem eigentlich schwer fällt dieser Offerte zu widerstehen, zumindest wird ein Denkprozess angestoßen, ob man der gereichten Schokolade nun widerstehen will oder nicht. Es vergeht also Zeit, messbare Zeit, aber wenn diese messbare Zeit "0" ist und das bei 40% aller Aufrufe, dann kann hier was nicht stimmen! Bei der Validierung der Aufrufe habe ich noch andere Faktoren mit einbezogen, aber das würde den Rahmen sprengen auch noch die letzten Details anzuführen. Die Verweilzeit gab mir aber Anlass der Sache noch weiter auf den Grund zu gehen.

 

Nach der bisherigen Kenntnislage, wofür ich mehrere Tage gebraucht habe, um meine Annahme zu qualifizieren, komme ich zu keinem anderen Schluss, als dem, dass wer auch immer ein Interesse daran hat gefakte Klicks zu generieren. Wer davon profitieren könnte, überlasse ich dem Leser. Dass es unweigerlich irreale Aufrufe geben muss, ist eine Sache, aber zum wiederholten Male 40% plus x hat nichts mehr mit einer tolerierbaren Toleranz zu tun!

 

1 Expertenantwort(en)verified_user

Hier gehts nicht mit rechten Dingen zu

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo Serpert,

 

wenn Du plausible Belege hast, dass Dir zu Unreckt Klicks berechnet wurden, solltest Du Dich mit Google in Verbindung setzen.

Ich hatte in über 10 Jahren einen einzigen Fall, bei dem Google vermuteten Klickbetrug nicht erkannt hat. Das wurde sehr schnell abgestellt und kulant geregelt - und ist schon viele Jahre her.

 

Viel Erfolg

 

    Holger

Hier gehts nicht mit rechten Dingen zu

Rang 5
# 3
Rang 5

Du kannst davon ausgehen, dass ich nicht ohne ausgiebige Überprüfung vorschnell etwas von mir lasse, ohne dass ich für mich belegen könnte, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen würde. Ich möchte Dir keine Gutgläubigkeit unterstellen, aber was Du Google attestierst, steht im Widerspruch, dass Google das gar nicht zusichern kann. Man muss dazu gar nicht lange recherchieren, um nicht wenige veröffentlichte Antworten vom Adwords Support zu finden in denen genau das bestätigt, bzw. widerlegt wird, dass es keinen 100% Schutz dagegen gibt.

 

Google und den zahlreichen Werbenetzwerken ist das ganz bewusst, dass Klickbetrug in sehr hohem Maße stattfindet. Es ist aber nicht so, dass man es einfach toleriert, weil man keinen vollständigen Schutz gewährleisten kann. Der Punkt ist, dass es keinen zu interessieren scheint, um sich nicht die Einnahmequelle zu zerstören. Man nimmt Klickbetrug billigend in Kauf, weil die klassische Anzeigenwerbung allen voran Adwords alternativlos ist.

 

Wenn von Klickbetrug die Rede ist, dann definiert man Betrug immer so, dass "Dritte" diesen aus welchen Gründe auch immer verursachen. Es ist aber noch keiner auf die Idee gekommen, dass der Betrug womöglich hausgemacht sein könnte?! Vor dem Hintergrund der Milliardenschweren Einnahmeerlöse fast ausnahmslos aus Anzeigenwerbung würde ich alles dafür tun um mir dieses Geschäftsmodell nicht nur zu erhalten, sondern zu steigern, weil wer kann im Fallle dessen denn nachweisen, dass der Betrug womöglich hausgemacht sein könnte?!

Hier gehts nicht mit rechten Dingen zu

Top Beitragender
# 4
Top Beitragender

Hallo Serpent,

 

ich halte mich nicht für naiv:-)

Klickbetrug findet statt, aber ich bin davon überzeugt, dass Google viel versucht, um dem zu begegnen. Es ist wie beim Virenscanner - den perfekten Schutz gibt es nicht, aber dennoch nutzen wir alle PCs und Smartphones.


Ich habe für mehrere Kunden Plausibilitätsprüfungen bis zur Auswertung von Logfiles gemacht.

Mein Ergebnis war bis auf einen Fall, dass ich mehr Klicks als gültig eingestuft hätte als Google.

 

Deine Vorwürfe gegen Google kommen bei mir in die Schublade Verschwörungstheorien.

 

Ich glaube, die Diskussion können wir hier abbrechen - da finden wir nicht zueinander:-)

 

Viel Erfolg

 

    Holger

 

Hier gehts nicht mit rechten Dingen zu

Rang 5
# 5
Rang 5

Wie ich schon sagte, ich unterstelle Dir nichts! Smiley (fröhlich)

 

Nichtdestotrotz bist Du mit Deinem Gebahren ja selbst befangen und das lässt sich nicht von der Hand weisen. Warum solltest Du als "Nutznießer" des Systems Deinen Kunden davon abraten?

 

Ich leugne ja nicht, dass meine Behauptung nahe an einer Verschwörung sein könnte, aber seh die Sache doch mal so. Wer hat denn geglaubt, dass VW in großem Maße schummeln könnte?