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CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Rang 12
# 1
Rang 12

Hallo,

 

für gewöhnlich beginne ich bei einer neuen Such-Netzwerk-Kampagne anfangs immer mit der automatischen Gebotsoption die mir möglichst viele Klicks in 30 Tagen generiert. Ich bin der Meinung, dass es zum Anfang Blödsinn ist mit händischen CPCs zu arbeiten (Ausnahmen gibt es natürlich immer), ich weiß zum Anfang ja sowieso noch nicht welche Keywords besonders gut laufen, demzufolge versuche ich anfangs auf möglichst viele Klicks in 30 Tagen zu optimieren. Nach einer gewissen Zeit, wenn mir die automatische Gebotsoption genügend Daten geliefert hat kann ich gut performende Keywords argressiver bebieten und schlecht laufende Keywords ausschließen oder weniger agressiv bebieten. Erst zu diesem Zeitpunkt stelle ich auf die händische CPC Gebotsoption um.

 

Hierzu zwei Fragen:

 

1.) Spricht irgendwas gegen diese Strategie?

2.) Spricht irgendwas dafür gleich am Anfang mit der händischen CPC Gebotsoption zu beginnen?

1 Expertenantwort(en)verified_user

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Lösung
Akzeptiert von Themenautor Christine L
Oktober 2015

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo Christine,

 

meiner Meinung nach spricht tatsächlich etwas gegen Deine Strategie am Anfang immer die Gebotsoption maximale Klicks auszuwählen, um herauszufinden, was sich lohnt und was nicht.

 

Überspitzt formuliert kannst Du bei begrenztem Budget auf maximale Klicks optimieren, wenn es Dir wirklich nur um eine Maximierung der Klickanzahl geht und es Dir völlig egal ist, ob Google die Impressionen auf alle Keywords verteilt oder sich ein einzelnes, günstiges Keyword mit hohem Suchvolumen raussucht, auf das dann alle Impressionen und Klicks entfallen.

Deine Strategie funktioniert somit nur bei einer sehr homogenen Kampagne, wo die Keywods in etwa alle gleich teuer sind und ähnliches Suchvolumen haben.

 

Stell Dir vor, Du hast nur zwei Keywords in der Kampagne

  1. "Produkt XYZ online kaufen"
  2. Produkt XYZ

Du kannst davon ausgehen, dass fast alle Impressionen und Klicks auf der zweite Keyword entfallen. Du wirst ggf. nie feststellen, dass Keyword 1 in eine eigene Kampange mit offenem Budget ausgelagert werden sollte. Die Klickpreise sind hier sehr wahrscheinlich wesentlich höher, aber auch die Conversionrate.

Du willst aber ein Maximum an Klicks, also wird Google fast keine Anzeigen für Keyword 1 ausspielen.

 

 

Du kannst zu Anfang mit begrenztem Budget auf maximale Klickzahl optimieren lassen. Dir muss nur klar sein, dass Du ggf. zu wenige Impressionen und Klicks für Keywords erhältst, die einen hohen CPC haben, aber ggf. hoch rentabel sind. Aber so bekommst Du schnell Daten für die günstigen Keywords:-)

 

Klar, was ich meine?

 

Solltest Du ein Kampagnenbudget haben, was Google nicht ausreizt, haben wir eine andere Situation.

Dann musst Du ein sehr hohes, max. Klickgebot definieren, damit auch für die teuren Keywords Daten gesammelt werden können. Das Gebot ist für die weniger rentablen Keywords aber vermutlich viel zu hoch.

 

Kurz: Ich verwende die Optimierung auf maximale Klicks nur in Ausnahmefällen, wenn die Keyword in der Kampagne wirklich sehr homogen sind. Um sich einen objektiven Überblick zu verschaffen eignet sich die Option meiner Meinung nach nicht.

Was Du suchst ist die Option: "Anzeigen für alle Keywords an Position 2-3 schalten und die Impressionen/Klicks gleichmäßig auf alle Keywords verteilen."

Diese Option gibt es aber verständlicher Weise nicht.

 

Hoffe, ich konnte Dir mit meinem Standpunkt weiterhelfen.

 

Viel Erfolg

 

    Holger

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Akzeptiert von Themenautor Christine L
Oktober 2015

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo Christine,

 

meiner Meinung nach spricht tatsächlich etwas gegen Deine Strategie am Anfang immer die Gebotsoption maximale Klicks auszuwählen, um herauszufinden, was sich lohnt und was nicht.

 

Überspitzt formuliert kannst Du bei begrenztem Budget auf maximale Klicks optimieren, wenn es Dir wirklich nur um eine Maximierung der Klickanzahl geht und es Dir völlig egal ist, ob Google die Impressionen auf alle Keywords verteilt oder sich ein einzelnes, günstiges Keyword mit hohem Suchvolumen raussucht, auf das dann alle Impressionen und Klicks entfallen.

Deine Strategie funktioniert somit nur bei einer sehr homogenen Kampagne, wo die Keywods in etwa alle gleich teuer sind und ähnliches Suchvolumen haben.

 

Stell Dir vor, Du hast nur zwei Keywords in der Kampagne

  1. "Produkt XYZ online kaufen"
  2. Produkt XYZ

Du kannst davon ausgehen, dass fast alle Impressionen und Klicks auf der zweite Keyword entfallen. Du wirst ggf. nie feststellen, dass Keyword 1 in eine eigene Kampange mit offenem Budget ausgelagert werden sollte. Die Klickpreise sind hier sehr wahrscheinlich wesentlich höher, aber auch die Conversionrate.

Du willst aber ein Maximum an Klicks, also wird Google fast keine Anzeigen für Keyword 1 ausspielen.

 

 

Du kannst zu Anfang mit begrenztem Budget auf maximale Klickzahl optimieren lassen. Dir muss nur klar sein, dass Du ggf. zu wenige Impressionen und Klicks für Keywords erhältst, die einen hohen CPC haben, aber ggf. hoch rentabel sind. Aber so bekommst Du schnell Daten für die günstigen Keywords:-)

 

Klar, was ich meine?

 

Solltest Du ein Kampagnenbudget haben, was Google nicht ausreizt, haben wir eine andere Situation.

Dann musst Du ein sehr hohes, max. Klickgebot definieren, damit auch für die teuren Keywords Daten gesammelt werden können. Das Gebot ist für die weniger rentablen Keywords aber vermutlich viel zu hoch.

 

Kurz: Ich verwende die Optimierung auf maximale Klicks nur in Ausnahmefällen, wenn die Keyword in der Kampagne wirklich sehr homogen sind. Um sich einen objektiven Überblick zu verschaffen eignet sich die Option meiner Meinung nach nicht.

Was Du suchst ist die Option: "Anzeigen für alle Keywords an Position 2-3 schalten und die Impressionen/Klicks gleichmäßig auf alle Keywords verteilen."

Diese Option gibt es aber verständlicher Weise nicht.

 

Hoffe, ich konnte Dir mit meinem Standpunkt weiterhelfen.

 

Viel Erfolg

 

    Holger

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

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Rang 12
# 3
Rang 12

Hallo Holger,

vielen Dank für die tolle Antwort, besser kann man das wirklch nicht erklären!

Zukünftig werde ich dann wohl auch von Anfang an mit manuellen CPCs beginnen.

Da kommen dann allerdings einige Folgefragen auf:

1. Normaleweise beginne ich was den Keyword-Pool betrifft mit "weitestgehend passend mit Modifizierer". Über den Pool der tatsächlich ausgespielten Keywords füge ich zum einen nach und nach immer mehr "genau passende" Keywords hinzu bzw. schließe unpassende Keywords als "genau passend" und/oder "passende Wortgruppe" aus. Gehst du hierbei ähnlich vor?

Des Weiteren möchte ich ja erreichen, dass zum Anfang alle Keywords gleichverteilt auf den Positionen 2-3 ausgespielt werden um dann nach und nach die CPCs anpassen zu können. Bei guten Kewords hebe ich den CPC an bei schlechten Keywords senke ich den CPC. Hieraus ergebeen sich die folgenden beiden Fragen:

2.) Nach welchem Prinzip legt du den initialen manuellen CPC fest. Orientierst du Dich hierbei am Gebot des Mittbewerbs?

3.) Wie viele Page Impressions bzw. Klicks sollte ein Keyword haben bevor du entscheidest ob der CPC angehoben oder gesenkt wird?

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Top Beitragender
# 4
Top Beitragender

Hallo Christine,

 

zu 1 mit "weitestgehend passend mit Modifizierer" beginnen.

Nutze ich auch oft und gerne. Ich kann nicht sagen, dass ich damit konsequent immer beginne, das hängt von der Situation ab. Aber es ist oft ein guter Ansatz.

 

zu 1 "Keywords hinzufügen"

Ich werde mehr und mehr zum Freund von "never change a running system".

Warum sollte ich ein Keyword noch mal als exakt passend einbuchen, wenn es schon als modifiziert weitgehend gut erfasst wird? Primär doch:

  1. ich will ein anderes Gebot für das exakt passende Keyword abgeben
  2. Ich will einen anderen Anzeigentext für das exakt passende Keyword
  3. Ich will die Kennzahlen dazu explizit erhalten
  4. Ich will andere Sitelinks für das exakt passende Keyword

Mehr (neue) Keywords bedeutet nicht immer bessere Performance - insb. wenn etwas schon länger gut lief.

 

zu 2 "Keywords ausschließen"

Ich buche SEHR oft ausschließende Keywods als weitgehend passend ein.

Für Standard-Negative-Keywords pflegen wir eigene Listen (z.B. umsonst, kostenlos, kostenlose, kostenloser, kostenloses, agbs, ...). Ausschließende Keywords zu unerwünschten Suchanfragen buche ich ZUSÄTZLICH als exakt passend ein, damit ich in den Suchberichten sehen kann, dass ich für bestimmte Suchanfragen ausschließende Keywords definiert habe. Aber das ist nur eine Krücke, weil man das sonst bei AdWords nicht sieht:-(

 

zu 3 und 4: Hier kommt es auf den Einzelfall an.

Ich arbeite oft und gerne mit Kampagnentests, um das optimale Gebot herauszufinden. Also z.B. "wie rentabel laufen die Keywords, wenn ich 30% mehr biete"? Es gibt z.B. Keywords die sind an Position 1 super, bei anderen verbrennt man da Geld, aber auf der rechten Seite, laufen die rentabel.

 

Ok?

 

Viel Erfolg

 

    Holger

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

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Rang 12
# 5
Rang 12

Hallo Holger,

 

ein paar Kleinigkeiten noch:

 

1.)

Ausschließende Keywords zu unerwünschten Suchanfragen buche ich ZUSÄTZLICH als exakt passend ein, damit ich in den Suchberichten sehen kann, dass ich für bestimmte Suchanfragen ausschließende Keywords definiert habe. Aber das ist nur eine Krücke, weil man das sonst bei AdWords nicht sieht:-(

 

Bin mir nicht ganz sicher ob ich das richtig verstanden habe. Ich versuchs mal in eigenen Worten zu schreiben. Grundsätzlich schließt du die nicht passenden Keywords eher als "weitgehend passend" aus. Wenn man allerdings mit der Keyword-Option "weitgehend passend" ausschließt wird "ausgeschlossen" nicht im Suchanfragebericht angezeigt. Um im Suchanfragebericht zu sehen das du das Keyword mit "weitgehend passend" ausgeschlossen hast schließt du es zusätzlich noch als "genau passend" aus. Grundsätzlich ist dies redundant, es dient nur dazu, dass "Ausgeschlosssen" auch im Suchnanfragebricht angezeigt wird. Hab ich das so richtig verstanden?

 

2.)

Angenommen eine Anzeigengruppe enthält die Keywords:

 

- Produkt XYZ (benötiger CPC für die erste Seite 0,60 Euro)

- Produkt XYZ kaufen (benötiger CPC für die erste Seite 1,80 Euro)

 

Nimmst du dann beim Start, wo du ja nocht nicht weißt wie die Keywords laufen, erstmal den minimalen CPC für die erste Seite (im Beispiel 0,60 Euro und 1,80 Euro) oder wie legst du den initialen CPC fest?

 

3.)

Angenommen ich haben den CPC zum Start der Kampagne für "Produkt XYZ" auf 0,60 Euro und für "Produkt XYZ kaufen" auf 1,80 Euro festgelegt.  Wie viele Klicks sollten die Keywords haben, bis man bezogen auf die Leistung zu diesem Zeitpunkt, den CPC anhebt oder absenkt. Aus dem Gefühl heraus würde ich hier mindestens 300 Klicks anstreben, vorher sind die Leistungsdaten des Keywords meines Erachtens noch zu wenig repräsentativ.

 

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Top Beitragender
# 6
Top Beitragender

Hallo Christine:

 

wenn die Suchanfrage "Produkt xyz kostenlos" ist, schließe ich das Wort kostenlos als weitgehend passend aus - soll ja auch für andere Suchanfragen gelten, die das Wort enthalten.

Der Hinweis "ausgeschlossen" erscheint jedoch nur, wenn man die ganze Suchanfrage - egal mit welcher Keyword-Option - ausschließt. Deshalb füge ich die ganze Suchanfrage zusätzlich noch mal als ausschließendes Keyword hinzu.

 

Falls möglich und erfolgsversprechend, starte ich gerne an Position 2-3. Dann bekomme ich relativ schnell viele Klicks und kann zeitnah optimieren. Wenn ich da oben Conversions erziele, aber AdWords zu teuer ist, versuche ich die Gebote zu reduzieren und hoffe, dass ich zwar weniger aber rentable Conversions erhalte.

Das ist NICHT immer die richtige Strategie, aber für Keywords, von denen man sich was erhofft, oft:-)

 

Die letzte Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es gibt sicher bei Google einen Schwellenwert, den man an Impressionen/Klicks erreichen muss, damit Google das Keyword richtig einschätzen kann.

Wenn Du aber z.B. ein rechercheintensives Produkt hast, wo der Kaufprozess beispielsweise durchschnittlich zwei Wochen dauert, bringt es nichts nach einer Woche das Handtuch zu werfen, auch wenn viele Klicks generiert wurden. Ich optimiere seit über 10 Jahren AdWords - da macht man einiges nach Gefühl und Erfahrung (und erlebt dennoch immer wieder Überraschungen:-)).

 

Viel Erfolg

 

    Holger

 

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Rang 12
# 7
Rang 12

Falls möglich und erfolgsversprechend, starte ich gerne an Position 2-3.

 

Leider gibt es ja keine Einstellung bei welcher ich sagen kann zum einen bitte gleichverteilt ausspielen und zum anderen immer an Position 2-3. Bei einem großen Keyword-Poo,  bei welchem ich für jedes Keywords manuell den CPC festlege, weiß ich nicht wie ich das in der Praxis hinbekommen soll, dass zum einen alle Keywords gleichverteilt ausgepspielt werden und zum anderen dann noch auf Position 2-3. Hast du ein Strategie wie man das erreichen kann?

 

Ich überlege zukünftig, wenn das Budget begrenzt ist, mit einem kleineren Keyword-Pool zu starten. Mit einem kleineren Keyword-Pool, der besonders lohnende Keywords (selektiert bezogen auf Analytics) enthält könnte ich das oben beschriebene (gleichverteilte Aussspielung + Position 2-3) einfacher erreichen. Des Weiteren würde ich aufgrund des kleineren Keyword-Pools schneller Daten für die betreffenden Keywords erhalten. Nachdem ich für den initialen Keyword-Pool die optimalen CPCs gefunden habe könnte ich das gleiche Vorgehen mit weiteren Keywords umsetzen. Denkst du diese Herangehensweise wäre gut?

Betreff: CPC manuell oder CPC automatisch (bei Kampagnenstart)

Top Beitragender
# 8
Top Beitragender
Hallo Christine,

ja, das ist eine gute Idee, wobei ich evtl. parallel auch mal über den Tellerrand schauen würde.

Du kannst ja parallel eine Kampagne "mal sehen, ob Google noch Suchanfragen findet, auf die ich nicht gekommen bin" mit niedrigem Budget anlegen.
Auch hier nur wenige Keywords, aber weitgehend passend und mit niedrigem Klickgebot.

Ich habe Konten, wo Google für die weitgehend passenden Keywords die Anzeigen wirklich für sehr passende Suchanfragen ausspielt und in anderen Konten funktioniert das gar nicht.

Wichtig ist hier noch viel mehr, dass Du oft nach den Schanfragen schaust und ausschließende Keywords definierst!

Mit der Kampagne hast Du die Chance Keywords zu finden, die gut funktionieren, relativ günstig sind, aber auf die Du selbst nicht gekommen wärst. Auch nach über 10 Jahren AdWords-Optimierung überrascht es mich immer wieder, was die Leute so bei Google eingeben und welche Keywords gut funktionieren.

Viel Erfolg

Holger