Zurzeit sind 95 Mitglieder online.
Zurzeit sind 95 Mitglieder online.
Neu bei AdWords? Du hast gerade dein AdWords Konto eröffnet und fragst Dich, welche Keywords, Anzeigen und Kontoeinstellungen Du wählen sollst, um deine Marketingziele optimal zu erreichen? Oder hast Du deine erste Kampagne bereits gestartet und möchtest wissen, was Du noch verbessern könntest? Stelle hier deine Fragen. Hier findest Du auch wertvolle Tipps, wie Du Dich mit deinem AdWords-Konto vertraut machst.
Anleitung
favorite_border
Antworten

Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Rang 5
# 1
Rang 5

Guten Tag,

 

ich hätte ein paar Fragen zu den Gebotsstrategien Conversions maximieren und ROAS.

 

1. Gibt es eine Mindestvoraussetzung an Conversions, die man in einem Zeitraum generieren muss, damit man die Gebotsstrategien verwenden kann?

 

2. Ist die eventuell vorhandene Mindestanzahl an Conversions (siehe Frage 1) ausreichend um die Gebotsstrategien sinnvoll nutzen zu können, oder sollte man diese Gebotsstrategien nur dann nutzen, wenn die Mindestanzahl an Conversions deutlich übertroffen wird. Wenn ja, wie viele Conversions sollte man mindestens haben damit es Sinn mach auf Conversions maximieren oder ROAS umzustellen?

 

3. Bei Online-Shops geht doch eigentlich immer darum möglichst viel Umsatz zu generieren. Was nutzen viele Conversions, wenn der Umsatz nicht stimmt. Demnach ist Conversions maximieren doch eigentlich Blödsinn. Viel besser ist doch ROAS. Könnt Ihr mir bezogen auf einen Online-Shop, beim dem es ja eigentlich immer um Umsatz geht, ein Beispiel nennen wo Conversions maximieren sinnvoller ist als ROAS?

1 Expertenantwort(en)verified_user

Akzeptierte Lösungen
Als beste Antwort markiert.
Lösung
Akzeptiert von Themenautor Karl Heinz F
‎2018-02-05 9:02 Uhr

Betreff: Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo,

 

zu 1. Ja! Diese variieren sehr stark und technisch lässt sich auch jederzeit auf eine andere Gebotsstrategie wechseln. Nur musst Du bedenken - je weniger Daten vorliegen, desto schwieriger wird ein System optimieren können.  

Schau Dir mal diese Tabelle an:

adwords-conversion-table.png

Nun musst Du bedenken, je stärker die Conversion über die Kontostruktur streust, desto weniger effektiv ist es. Du solltest also möglichst diese Anzahl Conversion pro Kampagne erzielen und dann möglichst auch viele in einzelnen Anzeigengruppen. Damit ist Frage 2 auch beantwortet?

 

Zu 3: Da hast Du Recht. Aber ich würde grundsätzlich Marketing hinterfragen, wenn der Gewinn sehr niedrig ist. Wenn nun ein Shop Produkte für EUR 5,99 verkauft, welche zu einem EK von 4,99 bezogen werden und der durchschnittliche Warenkorb beträgt auch nur 5,99, dann kann man sich schnell ausmalen, dass man diesen Shop niemals effektiv bewerben kann, wenn der CPO kleiner als EUR 1,00 sein muss. Oftmals liegt der Fehler daran das viele Shopbetreiber alles bewerben.Ich würde erstmal empfehlen nur auf Produkte zu gehen, deren Sale zu höheren CPOs möglich ist. Der 5,99 Topseller kann unwirtschaftlicher sein, als der 59,99 "Midseller" mit weit höherer Gewinnmarge. 

Nun kommt ein weiterer Punkt hinzu den viele ausser acht lassen: Der Lifetime-Value! Ein Shop der Verbrauchsprodukte anbietet wie Schokolade oder Sportlernahrung, der kommt in den Genuss von Stammkundschaft. Nun müsste man sich ausrechnen, wie hoch ist der durchschnittliche Warenkorbwert im Jahr und wie häufig bestellt im Durchschnitt ein Nutzer im Jahr? Daraus ergibt sich der Lifetime-Value per Anno und der kann sehr, sehr hoch liegen. Wenn man dann feststellt, dass ein CPO von unter EUR 240,- auf Lifetime betrachtet Profit bedeutet, kann man sich schnell ausmalen, dass man mit hohen Budgets und einem ZielCPA im dreistelligen Bereich auf lange Sicht nicht nur die Conversion drastisch steigert, sondern auch Umsatz und am Ende den Gewinn.

 

 

 

Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen


Alle Antworten
Als beste Antwort markiert.
Lösung
Akzeptiert von Themenautor Karl Heinz F
‎2018-02-05 9:02 Uhr

Betreff: Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo,

 

zu 1. Ja! Diese variieren sehr stark und technisch lässt sich auch jederzeit auf eine andere Gebotsstrategie wechseln. Nur musst Du bedenken - je weniger Daten vorliegen, desto schwieriger wird ein System optimieren können.  

Schau Dir mal diese Tabelle an:

adwords-conversion-table.png

Nun musst Du bedenken, je stärker die Conversion über die Kontostruktur streust, desto weniger effektiv ist es. Du solltest also möglichst diese Anzahl Conversion pro Kampagne erzielen und dann möglichst auch viele in einzelnen Anzeigengruppen. Damit ist Frage 2 auch beantwortet?

 

Zu 3: Da hast Du Recht. Aber ich würde grundsätzlich Marketing hinterfragen, wenn der Gewinn sehr niedrig ist. Wenn nun ein Shop Produkte für EUR 5,99 verkauft, welche zu einem EK von 4,99 bezogen werden und der durchschnittliche Warenkorb beträgt auch nur 5,99, dann kann man sich schnell ausmalen, dass man diesen Shop niemals effektiv bewerben kann, wenn der CPO kleiner als EUR 1,00 sein muss. Oftmals liegt der Fehler daran das viele Shopbetreiber alles bewerben.Ich würde erstmal empfehlen nur auf Produkte zu gehen, deren Sale zu höheren CPOs möglich ist. Der 5,99 Topseller kann unwirtschaftlicher sein, als der 59,99 "Midseller" mit weit höherer Gewinnmarge. 

Nun kommt ein weiterer Punkt hinzu den viele ausser acht lassen: Der Lifetime-Value! Ein Shop der Verbrauchsprodukte anbietet wie Schokolade oder Sportlernahrung, der kommt in den Genuss von Stammkundschaft. Nun müsste man sich ausrechnen, wie hoch ist der durchschnittliche Warenkorbwert im Jahr und wie häufig bestellt im Durchschnitt ein Nutzer im Jahr? Daraus ergibt sich der Lifetime-Value per Anno und der kann sehr, sehr hoch liegen. Wenn man dann feststellt, dass ein CPO von unter EUR 240,- auf Lifetime betrachtet Profit bedeutet, kann man sich schnell ausmalen, dass man mit hohen Budgets und einem ZielCPA im dreistelligen Bereich auf lange Sicht nicht nur die Conversion drastisch steigert, sondern auch Umsatz und am Ende den Gewinn.

 

 

 

Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein

Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Top Beitragender
# 3
Top Beitragender

Ein Hinweis noch als Nachtrag: Um die Conversion zu erhöhen, kannst Du künstlich nachhelfen, indem Du Microconversion als Ziele anlegst. Dass könnten Nutzer sein, die im Bestellprozess bereits eingestiegen sind, aber vorher abbrechen. Aber auch die "Intelligenten Zielvorhaben" lassen sich ganz gut dafür einsetzen. Denn alles sind Indikatoren für Affine Nutzer die zu echten Leads führen.

 

 

Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein

Betreff: Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Rang 5
# 4
Rang 5

Hallo,

 

wo hast du denn die Grafik her? Aus der Google Hilfe?

Nun musst Du bedenken, je stärker die Conversion über die Kontostruktur streust, desto weniger effektiv ist es. Du solltest also möglichst diese Anzahl Conversion pro Kampagne erzielen und dann möglichst auch viele in einzelnen Anzeigengruppen. Damit ist Frage 2 auch beantwortet?

Nehmen wir folgendes theoretisches Extrembeispiel an:

 

Eine Kampagne generiert 500 Conversions pro Monat, diese Conversions verteilen sich auf 500 Anzeigengruppen, wobei jede Anzeigengruppen sich auf komplett verschiedene unabhängige Bereiche bezieht und jede Anzeigengruppe für sich nur eine Conversion erzielt hat. Macht dann CPA, ROAS oder Conversion-Optimierung Sinn oder wäre das Quatsch, weil bezogen auf den Automatismus zu wenig Daten für die einzelnen Anzeigengruppen vorliegen?

Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Top Beitragender
# 5
Top Beitragender

Hallo,

der Chart stammt aus internen Google-Unterlagen. Es gibt sehr viele Sheets mit "Best Practice", "Case Studdies", usw. die es online kaum bis gar nicht zu finden gibt. Diese erhält man dann häufig vom Support/Berater.

Zu Deinem Beispiel: Die Conversion-Optimierung dürfte nicht funktionieren, da die Datenmasse zu gering wäre. Faktisch hätte das System nur ein Datapoint pro Anzeigengruppe. Das sich daraus etwas ableiten lässt ist fraglich. 

Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein

Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Rang 5
# 6
Rang 5

Hallo,

wie ist das eigentlich bei Google Shopping? Sind da die Anzahl der Conversions in den Anzeigengruppen, in den Produktgruppen oder für die Produkte selbst maßgebend dafür, ob genügend Daten vorliegen, um eine Umstellung auf ROAS oder Conversion-Optimierung durchzuführen?

Fragen zu ROAS und Conversions maximieren

Top Beitragender
# 7
Top Beitragender

Eigentlich ist eher Kampagne-/Anzeigengruppe relevant. Mehr nicht. Also innerhalb Produktgruppen ist mir noch keine Relevanz wirklich aufgefallen. Aber ich verfolge bei den meisten Kunden sowieso eine sehr spezifische Produktstrategie.  Meiner Meinung nach ist einer der größten Fehler der Shop-Betreiber ihr gesamtes Sortiment als Datenfeed an Google Merchant zu übertragen und dann das gesamte Sortiment über Google Shopping zu bewerben. 

Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein