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Neu bei AdWords? Du hast gerade dein AdWords Konto eröffnet und fragst Dich, welche Keywords, Anzeigen und Kontoeinstellungen Du wählen sollst, um deine Marketingziele optimal zu erreichen? Oder hast Du deine erste Kampagne bereits gestartet und möchtest wissen, was Du noch verbessern könntest? Stelle hier deine Fragen. Hier findest Du auch wertvolle Tipps, wie Du Dich mit deinem AdWords-Konto vertraut machst.
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Google Werbung rechnet sich nicht für Kleinwerbende!

Rang 6
# 1
Rang 6

80% meiner bezahlten Klicks sind wiederkehrend mit 100% Absprung! Jedes mal klicken die 4 mal, danach vermute ich, dass die Anzeige nicht mehr angezeigt wird. Meine Konkurrenz sitzt in den Großstädten, von da kommen auch die Klicks. In den Großstädten sitzen auch meine potenziellen Kunden. Die kann ich nicht sperren. Die Klicks werden meistens gleich morgens durchgeführt. Mein Budget wird morgens schon fast oder ganz aufgebraucht.

Ich verstehe nicht, warum eine IP Adresse nicht sofort gesperrt werden kann, wenn sie einmal auf meine Anzeige zugegriffen hat. Das muss doch technisch möglich sein.

Ich bin ja nicht der Einzige der hier klagt, das scheint für viele ein Problem zu sein.

Für mich rechnet sich das Ganze nicht. Ich werde mich nach einer anderen Möglichkeit umsehen müssen.

2 Expertenantwort(en)verified_user

Betreff: Google Werbung rechnet sich nicht für Kleinwerbende!

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo Renee,

 

dass Mitbewerber auf Deine Anzeigen klicken kann gut sein, aber dass AdWords deshalb unabwendbar unrentabel ist, kann ich mir kaum vorstellen.

 

Stichwort "IP sperren"
Google wird niemals die Anzeigenschaltung für eine IP sperren, wenn jemand mit einer IP auf eine Anzeige geklickt hat. Das hat mehrere Gründe:

  1. In vielen Branchen ist es normal, dass Leute einen Preisvergleich machen und mehrmals eine Webseite besuchen, bis sie sich zum Kauf entscheiden. Es ist sogar üblich - Stichwort Remarketing - die Klickgebote zu erhöhen, wenn jemand schon mal auf eine Anzeige geklickt hat, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er beim zweiten oder dritten Besuch zum Kunden wird.
  2. Eine IP-Adresse wird teilweise von sehr vielen Menschen gemeinsam genutzt - die ist nicht einer Person zuortbar. Z.B. können alle Mitarbeiter einer großen Firma gegenüber Google mit der selben IP-Adresse auftreten.
  3. Google würde massive Einnahmeverluste haben, wenn die so eine Sperre einbauen würden

 

Stichwort Klickbetrug

Wenn Du jedoch z.B. Anhand von Analytics-Auswertungen belegen kannst, dass es unnatürliche Klickmuster gibt, dann kannst Du Dich damit an Google wenden (Kontaktformular für Klickbetrug).

Ich optimiere jetzt seit über 10 Jahren AdWords-Kampagnen für etliche Kunden und in der Zeit hatte ich erst einen Fall, wo Google Klickbetrug wirklich nicht erkannt hat und auf Grund unserer Beschwerde sowohl Klickkosten erstattet, als auch den Algorithmus angepasst hat, so dass das Problem damit beseitigt wurde.

 

Bedenke jedoch, dass es zwei verschiedene Verfahren gibt, wie Klickbetrug erkannt wird:

  1. fast sofort: Dann tauchen die Kosten gar nicht in Deiner Statistik auf
  2. im Nachhinein: Dann tauchen die Klicks und Kosten in Deiner Statistik auf, aber die Klickkosten werden Deinem Budget wieder gutgeschrieben. Du kannst davon ausgehen, dass Google dann bemüht ist, den erkannten Klickbetrug anschließend früher zu erkennen.
    Aber für manche auffällige Verhaltensmuster, muss man halt die Daten mehrer Tage/Wochen auswerten.

 

Andere Ursachen für 100% Absprungrate und unrentable AdWords-Anzeigen

Vielleicht liegt das Problem aber auch an ganz anderer Stelle?!

Nutzt Du weitgehend passende Keywords? Hast Du mal die Suchanfragen ausgewertet?

Passen die Suchanfragen wirklich perfekt zu Deinem Angebot?

Gerade bei weitgehend passenden Keywords passiert es leicht, dass Google Deine Anzeigen für Suchanfragen schaltet, die für Dich keinen Sinn ergeben. Daraus ergibt sich dann auch eine 100% Absprungrate, wenn Besucher erkennen, dass die bei Dir falsch sind.

 

Lösungsansatz

Außerdem solltest Du einstellen, das das Budget über den Tag verteilt aufgebraucht wird - nicht so schnell wie möglich.

Evtl. kannst Du auch bestimmte Suchanfragen ausschließen, die - warum auch immer - unrentabel sind.

Und wenn ein Profi Deine Kampagne optimiert, wird er sicher noch mehr Stellschrauben finden, um AdWords nach einer Optimierungsphase in die Gewinnzone zu fahren.

 

Viel Erfolg

 

    Holger

 

P.S. Nein, das ist keine Eigenwerbung. Wir sind komplett ausgelastet und können auf absehbare Zeit keine neuen Projekte betreuen.

 

Betreff: Google Werbung rechnet sich nicht für Kleinwerbende!

Top Beitragender
# 3
Top Beitragender

Hallo Renee,

 

Holger hat bereits wichtige Punkte zur Absprungrate genannt.

 

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, das u.a. folgende Punkte negative Auswirkung auf die Bounce-Rate haben:

 

  1. Unlogische Navigation
  2. Lange Ladezeit
  3. Keine Mobile Version (Responsiv)
  4. Zuviel Werbung
  5. Schlechte Informationsarchitektur (Struktur der Inhalte)
  6. Extremer Einsatz von Sound und Video
  7. Signup-Zwang
  8. Schwache Inhalte und langweiliges Design
  9. Mangelnde Leserlichkeit
  10. Veralteter, nicht themenrelevanter und ansprechender Content
  11. etc.
Gruß Kai
SUMAFA Online Marketing Lösungen | G+ Kai de Wals | Google Partner | Google Advertising Professional


Google Werbung rechnet sich nicht für Kleinwerbende!

Rang 5
# 4
Rang 5

@admigo, @Renee O

Sicherlich alles soweit richtig. Ich arbeite mit Anzeigen die z.T. von Google erstellt wurden oder in Zusammenarbeit mit Google und das Problem der "Klicks durch die Mitberwerber" ist heute mehr ein Thema als je zuvor. Die Abwehrmechanismen von Google als "Gut" zu bezeichnen ist schlicht falsch. Ohne die Mechanismen wäre es sicherlich katastrophal, doch ist es in einigen Branchen mitlerweise so, das auf organische Suche schlicht verzichtet wird und das Überleben über AdWords gesichert wird. Da lohnen sich Angestellte und uminöse Dienstleister die nichts anderes tun als Anzeigen der Konkurrenz zu klicken. IP Adressen lassen sich mit Browser-Add-ons super simple switchen! Kein Argument! Und ja, es lohnt sich das Geld für die Anzeigen + die Manpower für das Klicken zu investieren. Google redet das Problem schön und hat schlichtweg keine Lösung dafür. Probiert habe ich:

- IP´s von wiederkehrenden Nutzern mit einem Aufenthalt unter 2 Sekunden gesperrt

- Länder die Fake-IP´s stellen ausgeschlossen (wir agieren nur DACH daher eine Option)

- Remarketing für wiederkehrende Besucher (völlig nutzlos wenn IP sich ändert)

- Werbezeitplaner genutzt um außerhalb der Stoßzeiten zu schalten

 

Fazit: Es kommt ganz auf die Konversion an! Wenn Euch eine Konversionrate von 1% genügt um Anzeigenkosten von 10.000 € auszugleichen habt ihr kein Problem! Wenn ihr organisch ganz mies im SERP rumdümpelt und nur 20-50 € Tagebudget habt und eine Konversion Euch nur 2.000 € bringt rentiert sich auch das nicht. Zum Glück ranken wir organisch um Schnitt auf Position 5. Die Manpower in SEO statt SEM zu stecken lohnt sich. Denkt immer daran, Google wird auch die die Fake-Klicks bezahlt Smiley (zwinkernd)

Google Werbung rechnet sich nicht für Kleinwerbende!

Top Beitragender
# 5
Top Beitragender

Hallo Alexander,

 

natürlich verdient Google auch an den ungüligen Klicks - aber bei Google denkt man langfristiger.

Wenn sich Werbung nicht rechnet und Kunden frustriert AdWords-Kampagnen einstellen, ist das ein langfristiges Problem.

 

Ja, Google kann Klickbetrug nicht komplett verhindern, aber Google freut sich sicher nicht über Klickbetrug, so wie Du es andeutest.

Im Gegenteil, die versuchen wirklich Klickbetrug zu bekämpfen!

 

Ciao

          Holger