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Rentabilität / Conversionkosten

Rang 6
# 1
Rang 6

Hallo,

 

für einen Kunden mit einem großen Shop für Ersatzteile sollen die Kampagnen angepasst werden. Wir haben die Kampagnen von einer anderen Agentur übernommen.

 

Es exisitieren mehrere Kampagnen (Brand, Ersatzteile Marke 1, Ersatzteile Marke 2, PLA, Remarketing, Wettbewerber...)

 

Ich habe mir das Gesamtjahr 2013 angeschaut über alle Kampagnen hinweg. Die Kosten für AdWords betragen 11% vom über Adwords erzielten Umsatz, was ja gut ist.

Wenn ich mir allerdings einzelne Anzeigengruppen anschaue, dann sind die Cost/Conv. bei einzelnen Produktgruppen viel zu hoch (teilweise sogar höher als der Verkaufspreis des Produkts).

 

Es ist nun die Frage, ob ich alle Anzeigengruppen abschalte, wo die Kosten zu hoch sind, oder ob ich diese weiterlaufen lasse, weil sie "querfinanziert" werden durch rentable Anzeigengruppen? Wie geagt über alle Kampagnen hinweg liegen wir bei 11% Kosten für das Jahr.

 

Eine weitere Frage die sich mir stellt ist, ob der Kunde auch nur dieses eine Produkt, für welches die Anzeige geschalten wurde, kauft oder noch zusätzliche Produkte. Das weiß ich ja leider nicht. So würden sich die Kosten ja am Ende wieder relativieren. Sollte ich mich lieber am durchschnittlichen Warenkorbwert von 80 EUR orientieren anstatt zu "kleinteilig" in Produktkategorien zu denken?

 

Wenn ich nun alle aus meiner Sicht unrentablen Anzeigen für Produkte abschalte, wird evtl. der Umsatz/die Verkäufe stark zurückgehen, da 44% des Umsatzes über AdWords generiert wird.

 

Hast jemand eine Strategie? Vielleicht habe ich ja auch einen Denkfehler. Ich wäre dankbar für Ratschläge :-)

 

Sylvi

2 Expertenantwort(en)verified_user

Betreff: Rentabilität / Conversionkosten

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender
Ich halte es sehr gewagt schlechter laufende Anzeigengruppe abzuschalten. Weil wir haben Kunden, wo Kunden nach etwas suchen, Anzeige klicken, aber am Ende was anderes kaufen. Teilweise Produkte die gar nicht separat beworben werden. Falls der Händler noch ein staionäres Ladengeschäft hat kommen noch die Offline-Käufe hinzu. Aber jeder Kunde ist ein wenig anders aufgestellt. So finde ich 44% der Umsätze über AdWords erstaunlich hoch. Weil bei vielen Kunden zeigt sich, dass zwar viel geguckt wird, aber gekauft wird erst später, teilweise von anderen Rechner und da geht die Conversion verloren. Auffällig ist dann aber, wenn es einen beachtlichen Anteil direkter Besucher gibt die kaufen oder direkt nach der URL gegoogelt wird.
Falls das Tagesbudget gedeckt ist, also aufgebraucht wird, kann sich aber eine Deaktivierung der schlechter performanden Anzeigengruppen/Kampagnen lohnen, da bei gleichem Budget die stärkeren gefördert werden.
Ein Rückgang des Umsatzes muss nicht schlimm sein, denn der Gewinn zählt. Der Kunde wird sicherlich dankbar sein, wenn er auf EUR 5.000,- Umsatz verzichten muss, aber dadurch EUR 10.000,- Kosten spart.
Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein

Betreff: Rentabilität / Conversionkosten

Rang 10
# 3
Rang 10

Hi Silivi,

 

ich würde das vielleicht etwas anders angehen. Bei den unrentablen Anzeigengruppen würde ich erst einmal auf Keywordebene optimieren.Ich würde sie also nicht sofort abschalten sondern schauen woher innerhalb der schlechten Anzeigengruppen der Traffic komt. Möglicherweise kannst du" weitgehend passenden" Keyword zu "passenden Wortgruppen" bis hin zu "genau passend" umstellen.Oder diese als Ergänzung einrichten und die Gebote ändern. Also die unspezifischen Keywords mit geringeren Geboten und die spezifischeren mit höheren bedenken. Dies wäre nur eine Strategie. Andere wären sicher noch:

 

- Anzeigentexte prüfen und verbessern

- Über die Suchbegriffe schauen wonach der Kunde tatsächlich gesucht hat.

- über das Conversion Optimierungs Tool den CPA auf einen rentablen Wert einstellen und Google  machen lassen.

- Auf Conversion "Viele pro Klick" wechseln fals du "1 pro Klick" bisher benutzt hast. So bekommst du eine Ahnung ob der Kunde sich doch lohnt.

 

Alles Gute,

 

Andy

 

Betreff: Rentabilität / Conversionkosten

[ Bearbeitet ]
Top Beitragender
# 4
Top Beitragender

Hallo Sylvi,

 

Ich stimme meinen beiden Vorredner zu - die Anzeigengruppen pausieren würde ich nur im Notfall bzw. wenn alle Optimierungsmaßnahmen fehlschlagen.

 

Den durchschnittlichen Warenkorbwert als Richtwert zu nehmen wäre für mich die letzte Wahl. Wenn du den Warenkorbwert von z.B. 80€ für eine Kampagne nimmst die auf ein Ersatzteil ausgerichtest ist, welches nur 7€ einbringt und im schlechtesten Fall auch noch zu meist alleine gekauft wird, ergibt sich daraus ein großes Minus.

Wenn ich dich richtig verstehe, sind die Kampagnen schon auf einzelne Produkte ausgerichtet. Grundsätzlich hast du damit schon eine gute Ausgangsposition, da man davon ausgehen kann, dass "in der Regel" eine Conversion mindestens den Umsatz des Produktpreises erreicht. Anders gesagt, man sucht ja nicht nach einem spezifischen Produkt und kauft dann etwas anderes (erstrecht bei Ersatzteilen). Eine gute Kontostruktur ist aber zwingende Voraussetzung. Zusätzlich kannst du den Kunden nach oft "gemeinsam" gekauften Produkten fragen und es in deinem Richtwert auf Kampagnenebene einfließen lassen.

 

An deiner Stelle würde ich es aber noch ein wenig anders machen. Lasst einfach die Conversion-Werte mit im Conversion-Code übergeben. Nur auf diese Weise kannst du dir sicher sein was eine Conversion wirlich einbringt und wie der ungefähre Gewinn (bzw. ROAS) dabei ist. Unrentable Anzeigengruppen, Keywords, Placements & Anzeigen sind dadurch in kürzester Zeit ausfindig gemacht (Spalte einblenden Smiley (zwinkernd) ). Eine derartige Performance Messung macht sich sowohl für dich als auch für den Kunden definitiv bezahlt.

 

Im nächsten Step könntest du übrigens die automatische ROAS Gebotsstrategie von Google nutzen, um das Potenzial komplett auszuschöpfen.

 

Viele Grüße
Mario