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Antworten

Unwahre Bewertung

Rang 5
# 1
Rang 5

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zuvor meine Daten:

Praxis an der Villa Regia

www.mkg-andernach.de

02632.460440 oder 0176.63643468

Merowingerplatz 1, 56626 Andernach

 

Ich bitte um Überprüfung eines Nutzerprofiles namens "Manuel Limprecht". Dieser User bewertet wahllos benachbarte Unternehmen und Gewerbe extrem negativ ohne Rezensionen.

So auch meine Praxis, "Praxis an der Villa Regia".

Er war noch nie in meiner Praxis, bewertet mich aber sehr negativ.

Ich bitte um Überprüfung des Profils und Löschung dieser Bewertung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Tobias Dierkes

 

2 Expertenantwort(en)verified_user

Unwahre Bewertung

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo,

man ist erst Kunde und darf bewerten wenn man behandelt wurde?

Es wird doch nicht der Arzt bewertet sondern die Praxis.

Nur mal so als Denkanstoß.

 

https://support.google.com/business/answer/3474122?hl=de

 

Gruß en001

 

 

 

 

 

Unwahre Bewertung

Top Beitragender
# 3
Top Beitragender

Ergaenzend zu dem was @en001 an @Tobias D schrieb:

 

es gilt das "geschriebene Wort" bzw die "geschrienen Woerter"

Unwahre Bewertung

Rang 8
# 4
Rang 8

@Tobias D

 

Ich halte Dein Anliegen für völlig berechtigt. Selbstverständlich ist auch in den Google-Richtlinien ausdrücklich von "Kunden" die Rede. Wie soll auch jemand eine Praxis bewerten, in der er nicht Patient ist? Etwa nach der Architektur des Gebäudes?

 

Die Frage, ob sowas noch freie Meinungsäußerung ist oder ein Eingriff in Unternehmerpersönlichkeitsrechte, wirst Du vermutlich nur vor Gericht klären können, weil Google sowas für gewöhnlich aussitzt. Zwar gibt es inzwischen ein Grundsatzurteil des BGH (das sogenannte JAMEDA-Urteil, einfach mal googlen) wonach Google in der Pflicht wäre, beim Bewerter die glaubhafte Zusicherung einzuholen, dass eine Geschäftsbeziehung besteht, aber das interessiert Google nach meiner Erfahrung nicht die Bohne. Dort wird mit einem deutlich älteren Urteil argumentiert, wonach nur offensichtlich rechtswidrige Inhalte zu entfernen seien. Offensichtlich heisst für Google, es muss auch ohne inhaltliche Prüfung und Abwägung der konkreten Umstände direkt erkennbar sein. Das ist zwar sowohl nach neuerem JAMEDA-Urteil als auch neuerdings nach dem NetzDG nicht mehr ausreichend - gemäß diesem muss Offensichtliches innerhalb von 24 Stunden und Nichtoffensichtliches innerhalb von 7 Tagen entfernt werden - aber auch das interessiert bei Google nach meiner Erfahrung nicht.

 

Du musst also sehr wahrscheinlich klagen, was nicht so einfach ist. Der Gesetzgeber rühmt sich zwar, er habe im NetzDG nun den großen Fortschritt festgeschrieben, dass Google und Co. Zustellungsbevollmächtigte benennen müssen, aber selbst das machen die nicht, nicht einmal auf ausdrückliche Anfrage (selbst erlebt). Und selbst wenn Du den hättest, würde das nichts an der Tatsache ändern, dass Google "MyBusiness" angeblich von den USA aus betreibt und sich eisern an den Gerichtsstand USA klammert. Auch das kann man googlen. Selbst auf gewerblichen Rechtsschutz spezialisierte Anwaltskanzleien haben erhebliche Probleme, die Zuständigkeit deutscher Gerichte durchzusetzen.

 

Mein Tipp: Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz beauftragen, wenn es Dir das trotz des Prozessrisikos wert ist. Sonst Löschung nach NetzDG beantragen und Rechtswidrigkeit anhand JAMEDA-Urteil ausführlich begründen sowie vorsorglich nach dem Zustellungsbevollmächtigten fragen, und wenn sie Dir dann den Textbaustein mit der Ablehnung geschickt haben, kannst Du beim Bundesamt für Justiz Beschwerde einreichen.

 

Der Ausgang des Verfahrens würde mich interessieren. 

Gruß,
Thorsten