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wie allgemeines Produkt ohne Größenangabe bewerben? (Shopping)

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Rang 10
# 1
Rang 10

Hallo,

 

angenommen ich verkaufe in einem Online-Shop Schuhe der Marke Nike. Des Weiteren habe ich eine Google Shopping Kampagne erstellt. Die Größe der Schuhe wird als Variantenattribut im Datenfeed gepflegt.

 

- Gibt jemand z.B. „Nike Air Max Größe 45“ ein, so wird in den SERPS der richtige Schuh in Größe 45 angezeigt.

 

- Gibt jemand eine andere Größe ein z.B. „Nike Air Max Größe 41“ ein, so wird in den SERPS der richtige Schuh in der Größe 41 angezeigt.

 

- Gibt jemand hingegen nur „Nike Air Max“ ein, ohne eine Größenangabe, so pickt sich das System scheinbar wahllos eine bestimmte Größe aus dem Datenfeed heraus.

 

Ich möchte erreichen, dass bei der Suche ohne Größenangabe ein Artikel ohne Größenangabe in den SERPS beworben wird und das dann auf eine Seite verlinkt wird auf welcher noch keine Größe vorselektiert ist.

 

Könnt ihr mir erklären wie ich das in der Praxis erreichen kann?

 

Ich vermute mal ich muss sowohl den Vaterartikel (ohne Größenangabe) als auch die Kindartikel (mit Größenangabe) in das Feed exportieren. Liege ich da richtig?

 

Die Frage ist ob ich mit dieser Anpassug das gewünschte Resultat erzielen kann, habt Ihr das Erfahrung?

1 Expertenantwort(en)verified_user

Betreff: wie allgemeines Produkt ohne Größenangabe bewerben? (Shopping

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Top Beitragender
# 2
Top Beitragender

Hallo Arnold,

 

hier bietet es sich an die Kampagnenstrukturen so anzulegen, das es z.B. eine Brand-Kampagne, eine Non-Brand-Kampagne, und eine Non-Brand-Größen-Kampagne generiert werden. Diese werden dann priorisiert (niedrig, mittel, hoch) und mit einem entsprechen CPC versehen UND jetzt ganz wichtig, wird mit Negativs gearbeitet. In deinem Fall bedeutet dies u.a. das in der Brand und Non-Brand-Kampagne die Größen ausgeschlossen werden.

 

Bezgl. des Vaterartikels hat dieser den eine individuelle GTIN?

 

 

Gruß Kai
SUMAFA Online Marketing Lösungen | G+ Kai de Wals | Google Partner | Google Advertising Professional


Betreff: wie allgemeines Produkt ohne Größenangabe bewerben? (Shopping

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# 3
Rang 10

Hallo,

 

zunächst sollte das Datenfeed so gestaltet werden, dass sowohl Vaterartikel (Produkte ohne Größenangabe) als auch Kindartikel (Produkte mit Größenangabe) im Feed enthalten sind.

 

Die Ziel URL bei den Vaterartikeln sollte eine Landingpage sein, bei welcher die variantenspezifischen Attribute z.B. die Größe noch nicht vorselektiert sind.

 

Die Ziel URL bei den Kindartikeln (Varianten) sollte eine Landingpage sein, bei welcher bereits die Größe aus der Suchanfrage vorselektiert ist.

 

  • Shopping-Kampagne 1
    • Anzeigengruppe 1 (enthält nur Vaterartikel ohne Größenangabe)
    • Kampagnen-Priorität: mittel
    • Ausschließende Keywords: 34-48
  • Shopping-Kampagne 2
    • Anzeigengruppe 1 (enthält nur Kindartikel mit Größenangabe)
    • Kampagnen-Priorität: niedrig
    • Ausschließende Keywords: keine

 

  • Gibt jemand „Nike Air Max“ in den Google Suchschlitz ein, so wollen wir erreichen, dass ein Vaterartikel ohne Größenangabe beworben wird. Grundsätzlich wäre es allerdings bezogen auf beide Kampagnen möglich, dass es zu einer Ausspielung kommt. Um zu erreichen, dass bei der Suche ohne Größenangabe immer Kampagne 1 (die nur Vaterartikel ohne Größenangabe enthält) für die Ausspielung herangezogen wird setzen wir die Priorität von Kampagne 1 auf mittel. Damit gibt es keine interne Auktion mehr und Kampagne 1 wird grundsätzlich für die Ausspielung bei einer Suche ohne Größenangabe herangezogen.
  • Gibt jemand „Nike Air Max 45“ in den Google Suchschlitz ein, so würde aufgrund der Priorisierung zunächst Kampagne 1 (die nur Vaterartikel ohne Größenangaben enthält) herangezogen. Um dies zu vermeiden packen wir in Kampagne 1 ausschließende Keywords bezogen auf die relevanten Größen (z.B. 34-48 bei Schuhen). Gibt jemand zusätzlich zum Schuhmodel eine Größe ein, so kommt es bezogen auf Kampagne 1 zu keinem Match, weil die entsprechenden Größen ja als Keywords ausgeschlossen sind. Schlussendlich führt das dazu, das die Ausspielung über Kampagne 2 erfolgt, in welcher nur Produktvarianten mit Größenangabe gefiltert sind.

Gründe warum oben genanntes Szenario in der Praxis nicht funktionieren kann:

 

  • Bezogen auf die Vaterartikel ist es zwingend notwendig, dass ein Preis auf der Landingpage des Vaterartikels (und damit auch im resultierenden Datenfeed) hinterlegt ist, da die Angabe des Produktpreises bezogen auf ein Feed verpflichtend ist. Kompliziert wird die Angelegenheit dann, wenn die Preise abhängig von der Produktgröße unterschiedlich sind. In diesem Fall könnte man auf der Vaterartikelseite bezogen auf den Preis nur z.B. ab 100 Euro angeben. Die Angabe von „ab“ ist allerdings bezogen auf die Produktspezifikation nicht zulässig.
  • Ähnlich wie beim Produktpreis gibt es weitere Attribute, die abhängig von der Artikelvariante (dem Kindartikel) abweichen, die aber dennoch verpflichtend sind. Hierzu gehört z.B. die Produktverfügbarkeit. Wenn keine Variante vorselektiert wurde besteht auch keine Möglichkeit deren Verfügbarkeit automatisiert ins Datenfeed zu exportieren.

Für solche verpflichtenden Attribute ist es nicht möglich einen validen Wert auf der Vaterartikelseite anzugeben, zumindest nicht dann, wenn die Erstellung des Datenfeeds automatisiert über ein typisches Shop-Modul erzeugt werden soll. Sicherlich könnte man hergehen und das Datenfeed nachträglich manuell modifizieren. Dazu müsste man bezogen auf die Vaterartikel einen fiktiven Produktpreis und eine fiktive Produktverfügbarkeit händisch nachpflegen. In der Praxis verstößt dies jedoch gegen die Google Richtlinien, da ein Produkt mit einem vorhandenen Preis und einem vorhandenen Verfügbarkeitsstatus beworben würde, man nach einem Klick auf die Shopping Anzeige aber auf eine Landingpage gelangen würde, wo noch nichts vorselektiert ist und damit auch kein Preis und kein Bestand ermittelt werden kann.

 

Fazit:

Der oben genannte Wunsch bei der Suche nach Produkten ohne Größenangabe für Vaterartikel ohne Größenangabe zu werben ist in der Praxis nicht realisierbar. Man muss damit leben, dass bei der Suche ohne Größenangabe ein willkürliches Produkt mit Größenangabe aus dem Datenfeed herausgegriffen und beworben wird.

 

Empfehlung:

Man sollte die verschiedenen Produktvarianten über das Attribut item_group_id zusammenfassen. Das führt dazu, dass in der Google Shopping-Suche die verschiedenen Varianten des Artikels dargestellt werden (siehe hierzu nachfolgender Screenshot), hier werden die verschiedenen Farben und Größen angezeigt):

 

screenshot.png

 

Leider funktioniert dies bisher nur in der Google Shopping-Suche. In der normalen Suche ist die Funktionalität bisher nicht realisiert.

 

@Google: Es wäre prima, wenn Ihr in der normalen Suche einen Popup integrieren könntet, in welchem die verschiedenen Varianten (Größe, Farbe usw.) angezeigt würden (ähnlich wie bei der Shopping-Suche). Dies hätte Vorteile für Google, die Werbetreibenden und die Suchenden. WIN-WIN-WIN sozusagen.

 

Weitere Möglichkeit:

Bezogen auf den Produkttitel der Produktvarianten könnte man natürlich auch auf die Größenangabe bzw. auf sonstige Angaben von Variantenattributen verzichten (in der Praxis tun dies auch viele). Damit würde bei der Suche nach „Nike Air Max“ zwar auf eine Landingpage mit einer vorselektierten Größe verlinkt, es würde allerdings bei der Anzeigenschaltung selbst nicht auf diese Größe im Titel der Anzeige hingewiesen. Sucht jemand ohne Größe hat dies wohl einen positiven Einfluss auf die CTR, sucht hingegen jemand mit Größe hätte diese einen negativen Einfluss auf die CTR. Ob das die ideale Lösung ist bezweifle ich, meines Erachtens hätte dieses Vorgehen auch einen negativen Einfluss auf den organischen Kanal.

 

Eventueller Trick und vielleicht eine clevere Lösung:

Statt sowohl Vaterartikel als auch Kindartikel (Varianten) ins Datenfeed zu exportieren enthält das Datenfeed ausschließlich Kindartikel (Varianten). Führt man ein bestimmtes Schuhmodel beispielsweise in der Größe 36-49, so exportiert man neben diesen Varianten eine weitere Fake-Variante z.B. in der Größe 60 ins Datenfeed. Bei dieser Fake-Variante legt man den Produkttitel ohne die Angabe von variantenspezifischen Attributen fest. Die Größen 36-49 nutzt man in der oben genannten Kampagne 2 die Größe 60 in der oben genannten Kampagne 1. Sucht nun jemand den genannten Schuh ohne Größenangabe, so wird Kampagne 1 für die Ausspielung herangezogen, weil Kampagne 1 eine höhere Priorität als Kampagne 2 hat. Der Schuh in der Größe 60 wird beworben (allerdings ohne dass im Titel die Größe 60 mitbeworben wird, weil der Titel hier ja ohne Größenangabe gestaltet ist). Klickt jemand auf die Anzeige kommt er auf die Landingpage des Schuhs in Größe 60. Für den Schuh in Größe 60 liegen auch konkrete Verfügbarketeiten und Preise vor da es sich hier ja um eine Variante handelt. Auf dieser Landingpage kann der Kunde nun die gewünschte Größe wählen bei welcher dann die dynamischen Attribute wie z.B. Verfügbarkeit und Preis angepasst werden. In der Praxis sollte man für dieses Fake-Produkt natürlich eine Größe wählen nach welcher faktisch niemals gesucht wird bzw. die niemals verkauft wird (deshalb die galaktische Größe 60).

 

Wie steht Ihr zu den verschiedenen Lösungsmöglichkeiten bzw. welche bevorzugt Ihr in der Praxis?