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Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Rang 5
# 1
Rang 5

Hi Leute,

 

was sagt ihr zu dem Artikel von gestern: http://t3n.de/news/google-adwords-urteil-811290/

 

"Wer Google-Adwords-Werbung auf die Namen der Konkurrenz schaltet, haftet ab jetzt für Verwechslungen. Das hat das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein am Freitag entschieden."

 

Wie verhält man sich nun am Besten? Was sagt man seinen Kunden?

 

Grüße

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Lösung
Akzeptiert von Themenautor CB red
April

Betreff: Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Top Beitragender
# 6
Top Beitragender

Hallo @all,

 

es hat sich nichts geändert. Nach wie Vor darf der Brand des Mitbewerbers NICHT im Anzeigentext auftauchen. Zudem sollte man mit DKI aufpassen.

 

"Die Verletzung des § 15 Abs. 2 MarkenG beruht laut OLG maßgeblich auf der konkreten Ausgestaltung der Anzeige und nicht auf der Verwendung eines bestimmten Schlüsselwortes."

 

Anmerkung:

Der Artikel in der t3n ist m.M. nach  Schrott, die sprechen von "strafbar", hier geht es aber um Zivilrecht.

 

Gruß Kai
SUMAFA Online Marketing Lösungen | G+ Kai de Wals | Google Partner | Google Advertising Professional


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Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Rang 12
# 2
Rang 12

Der Artikel ist Unsinn bzw. Clickbait. Hier exaktere Infos:
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OLG/Presse/PI/201702googleadwortkampagne.html

Du darfst also schlicht nicht so tun, als ob Du ein Konkurrent wärst.

Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Rang 8
# 3
Rang 8

Hallo zusammen,

 

da das Urteil http://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OLG/Presse/PI/201702googleadwortkampagne.html doch wie immer auch ein wenig "Auslegungssache" ist und Agenturen für viele AdWords-Konten die Verantwortung tragen würde mich interessieren, welche konkreten Schritte ihr unternehmt, um diesem Urteil zu begegnen (Beispiel: Wettbewerber-Liste erstellen, Namen der Wettbewerber als ausschließende KWs hinzufügen oder ähnliches). 

LG und danke,
York

Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

[ Bearbeitet ]
Rang 10
# 4
Rang 10

Hallo York K,

 

Also ich habe das Ganze so verstanden, dass der Beklagte Anzeigen mit der Marke des Klägers schaltete (und diese in der Anzeigenüberschrift auch explizit nannte). Natürlich ist das aufgrund des Markengesetzes verboten. 

Jetzt aber gerade alle Konkurrenten als ausschliessende Keywords zu verwenden ist übertrieben und macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Als Keyword kannst du verwenden was du möchtest (steht ja auch im letzten Satz deines geposteten Artikels - "Die Verletzung des § 15 Abs. 2 Markengesetz beruht maßgeblich auf der konkreten Ausgestaltung der Anzeige und nicht auf der Verwendung eines bestimmten Schlüsselwortes."). Du darfst in deinen Anzeigen lediglich keine Namen oder Marken anderer Mitbewerber nennen.

Falls du mit Keywords-Platzhaltern arbeitest, achte darauf, dass du dann keine Keywords deiner Konkurrenten mit in diese Anzeigengruppe reinpackst, denn dann könnte einem User bei Eingabe eines Konkurrenten deine Anzeige mit seinem Namen erscheinen.

 

Ich hatte mit einer Fahrschule für einen meiner Kunden mal ähnliche Probleme. Eine andere Fahrschule schaltete AdWords-Anzeigen auf den Namen meines Kunden und versuchte so, die Nutzer, die eigentlich an meinem Kunden interessiert waren, auf seine Seite zu ziehen. Viel gebracht hat es ihm nicht. Nach 2 Wochen hörte er damit bereits wieder auf, da er wohl für diese Klicks viel zu viel bezahlen musste, aufgrund eines sehr schlechten Qualitätsfaktors. Für solche Keywords wird er meist einen unterdurchschnittlichen Qualitätsfaktor erhalten, da das Keyword des Konkurrenten wohl auf keiner Seite seiner Website zu finden ist.

 

Also von dem her, sehe ich das Ganze nur halb so wild, würde aber trotzdem nie in einer Anzeige eine fremde Marke verwenden, ausser natürlich mit vorheriger schriftlicher Absprache.

 

Gruss

Thomas

 

P.S.: Wettbewerber-Liste würde ich sowieso immer erstellen, das aber aus einem ganz anderen Grund.

 

Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Rang 12
# 5
Rang 12

Hallo Thomas,

"Also von dem her, sehe ich das Ganze nur halb so wild, würde aber trotzdem nie in einer Anzeige eine fremde Marke verwenden, außer natürlich mit vorheriger schriftlicher Absprache."

Das sehe ich als deutlich zu stringent an. Es gibt dermaßen viele Marken, dass dies Unsinn wäre. Viele hier alltägliche Suchbegriffe gelten anderswo oder auch hier als Marke. Regale nicht zu benutzen für einen Möbelschreiner vor Ort, weil's eine Marke ist? Oder "Wohlfühlatmosphäre" (auch eine Marke) oder "blau" wenn die Modefarbe gerade blau ist? Man sollte nicht so tun, als sei man eben diese fremde Marke oder sich mit dieser vergleichen. Aber die Nutzung von Markenbegriffen gehört schlicht dazu. Was soll man in den AZT schreiben, wenn man LEGO verkauft? Alles andere senkt die Relevanz. Man sollte nur nicht schreiben, dass man LEGO-Partner oder deren originaler Onlineshop ist. Und wenn die nicht wollen, dass man mit LEGO wirbt, dann reichen sie die Marke bei Google ein. Dann kann man immer noch schriftlich Kontakt aufnehmen. Bis dahin interessiert es uns nicht.

 

Gruß,
Cognac

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Lösung
Akzeptiert von Themenautor CB red
April

Betreff: Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Top Beitragender
# 6
Top Beitragender

Hallo @all,

 

es hat sich nichts geändert. Nach wie Vor darf der Brand des Mitbewerbers NICHT im Anzeigentext auftauchen. Zudem sollte man mit DKI aufpassen.

 

"Die Verletzung des § 15 Abs. 2 MarkenG beruht laut OLG maßgeblich auf der konkreten Ausgestaltung der Anzeige und nicht auf der Verwendung eines bestimmten Schlüsselwortes."

 

Anmerkung:

Der Artikel in der t3n ist m.M. nach  Schrott, die sprechen von "strafbar", hier geht es aber um Zivilrecht.

 

Gruß Kai
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Gericht verbietet Werbung auf Konkurrenz-Namen

Rang 8
# 7
Rang 8

Hallo zusammen,

 

vielen Dank für eure Einschätzung. Letztendlich sehe ich es so wie ihr und halte den t3n-Artikel für "Panikmache". Aus dem Urteil haben wir herausgelesen, dass der Status Quo eigentlich auch weiterhin gilt, also keine DKI ohne genauen Plan etc. Möchte man (speziell für AdWords) geschützte Marken verwenden, ist das ja nochmal eine andere Baustelle. Wenn der jeweilige Markeninhaber das eigene (Kunden-)Konto autorisiert, ist alles in Butter. Kurz um: Wenn du Kai das Urteil ebenfalls so interpretierst, reicht mir das ;-) 

 

LG in die Runde,

York