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Pfefferspray in der Schweiz

Rang 6
# 1
Rang 6

Liebe Community

 

Anzeigen für Pfefferspray wurden abgelehnt, da sie offenbar gemäss Adwords Richtlinien nicht zulässig sind.

 

Die Richtlinien erwähnen die Pfeffersprays nicht explizit, sie werden unter "Sonstige Waffen" mit eingerechnet als "Alle sonstigen Gegenstände, die konzipiert wurden, um einen Gegner bei Sport, Selbstverteidigung oder Angriff zu verletzen". https://support.google.com/adwordspolicy/answer/6014299?hl=de&ref_topic=1626336 

 

Die Anzeigen werden nur in der Schweiz geschaltet, wo Pfeffersprays NICHT unter das Waffengesetz fallen. 

 

Mir ist klar, dass die AdWords Richtlinien grenzüberschreitend gültig sind. Die Mitbewerber sind hiervon jedoch nicht betroffen und können weiterhin mit Pfefferspray werben, was unseren Kunden natürlich sehr verärgert. 

 

Wie kann das sein, dass nur ein Anbieter gesperrt wird? Werden die Richtlinien manuell geprüft?

 

 

 

 

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Lösung
Akzeptiert von Themenautor Kathrin Z
September 2015

Betreff: Pfefferspray in der Schweiz

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender
Hallo Kathrin,
also zu aller erst muss man verstehen, dass Google seine Richtlinien nicht an staatliche Gesetze koppelt. Wir haben Kunden im Bereich Nahrungsergänzungsmittel die gezwungen sind Produkte aus ihrem Shop zu entfernen, weil die Inhaltsstoffe haben, die in Europa frei verfügbar sind, aber bei Google intern auf einer Liste stehen. Da wären wir beim nächsten Punkt: Es gibt wohl eine interne und eine externe Liste. Die externe ist öffentlich einsehbar, aber die interne nicht. Es ist also leider so, wenn Google meint, dass man die Richtlinie verletzt hat, dann ist das so. Du kannst zwar nachfragen, aber helfen wird es Dir nicht.
Das Du nun Mitbewerber siehst ist das zweite Problem, dass wir ebenfalls haben. Diese dürfen das auch nicht und Google hat uns empfohlen diese zu melden. Teilweise melden unsere Kunden wöchentlich Dutzend Mitbewerber. aber verschwinden tun die trotzdem nicht. Laut Google wird das bearbeitet, sobald die Bearbeitung durch ist, werden die auch verschwinden. Nur passiert seit einem Jahr nichts. Unter den Mitbewerbern gibt es dann auch Kunden wie Amazon. Das Google eventuell dazu neigt bestimmte Kunden mit Samthandschuhen anzufassen macht in der Branche schon seit Jahren die Runde.

Zu Deiner letzten Frage: Ja, die werden manuell geprüft. Wir hatten schon Fälle im Erotikbereich wo ein Mitarbeiter eine FSK12 Seite zu "schlüpfrig" fand und ein anderer wiederum nicht. Das hatte zur Folge, dass AdWords immer mal gesperrt, wieder aufgehoben und dann wieder gesperrt wurde, je nach "Mitarbeiterempfinden"...
Viele Grüsse, Sönke
Google+Xing | LinkedIn | sunrise design | von Elbstein

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Als beste Antwort markiert.
Lösung
Akzeptiert von Themenautor Kathrin Z
September 2015

Betreff: Pfefferspray in der Schweiz

Top Beitragender
# 2
Top Beitragender
Hallo Kathrin,
also zu aller erst muss man verstehen, dass Google seine Richtlinien nicht an staatliche Gesetze koppelt. Wir haben Kunden im Bereich Nahrungsergänzungsmittel die gezwungen sind Produkte aus ihrem Shop zu entfernen, weil die Inhaltsstoffe haben, die in Europa frei verfügbar sind, aber bei Google intern auf einer Liste stehen. Da wären wir beim nächsten Punkt: Es gibt wohl eine interne und eine externe Liste. Die externe ist öffentlich einsehbar, aber die interne nicht. Es ist also leider so, wenn Google meint, dass man die Richtlinie verletzt hat, dann ist das so. Du kannst zwar nachfragen, aber helfen wird es Dir nicht.
Das Du nun Mitbewerber siehst ist das zweite Problem, dass wir ebenfalls haben. Diese dürfen das auch nicht und Google hat uns empfohlen diese zu melden. Teilweise melden unsere Kunden wöchentlich Dutzend Mitbewerber. aber verschwinden tun die trotzdem nicht. Laut Google wird das bearbeitet, sobald die Bearbeitung durch ist, werden die auch verschwinden. Nur passiert seit einem Jahr nichts. Unter den Mitbewerbern gibt es dann auch Kunden wie Amazon. Das Google eventuell dazu neigt bestimmte Kunden mit Samthandschuhen anzufassen macht in der Branche schon seit Jahren die Runde.

Zu Deiner letzten Frage: Ja, die werden manuell geprüft. Wir hatten schon Fälle im Erotikbereich wo ein Mitarbeiter eine FSK12 Seite zu "schlüpfrig" fand und ein anderer wiederum nicht. Das hatte zur Folge, dass AdWords immer mal gesperrt, wieder aufgehoben und dann wieder gesperrt wurde, je nach "Mitarbeiterempfinden"...
Viele Grüsse, Sönke
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Betreff: Pfefferspray in der Schweiz

Rang 18
# 3
Rang 18
Hallo Kathrin,

sun-e hat das schon sehr umfassend und schnell beschrieben.

Fazit: Richtlinien sind keine Gesetze, sondern was Google als Werbung zulässt. Wenn du andere siehst, melde sie.

Beste Grüße
Jean-Pierre

Betreff: Pfefferspray in der Schweiz

Rang 6
# 4
Rang 6
Vielen Dank für eure raschen Antworten. Das ist wirklich ärgerlich aber anscheinend können wir wirklich nichts tun ausser die Mitbewerber melden und auf rasche Bearbeitung hoffen.

Wie kann ich denn die Mitbewerber melden? Per Support oder gibt es hierfür ein Formular?

Danke und Gruss
Kathrin

Betreff: Pfefferspray in der Schweiz

Top Beitragender
# 5
Top Beitragender
Hallo Kathrin,
es gibt ein Formular dazu:
https://support.google.com/adwords/contact/aw_complaint

Viele Grüsse, Sönke
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Pfefferspray in der Schweiz

Rang 6
# 6
Rang 6

Ich habe genau die gleiche Erfahrung mit Google gemacht. Mein Werbekonto wurde gesperrt, Amazon darf weiter mit Pfeffersprays werben und dies obwohl sie sehr aggressive Methoden anwenden und das Keyword "Pfefferspray" im Anzeigentext sehr wahrscheinlich absichtlich wiederholt falsch schreiben, das Suchwort aber richtig definieren. Google verdient an Amazon halt viel und drückt dort deshalb wohl beide Augen kräftig zu während andere Anbieter mit den gleichen Produkten umgehend gesperrt werden. Google nutzt hier seine Macht und betreibt aktiv Marktverzerrung.

Pfefferspray in der Schweiz

[ Bearbeitet ]
Rang 5
# 7
Rang 5

1. In Deutschland sind Pfeffersprays nicht dem Waffengesetz unterstellt, wenn sie als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind.

2. Mittlerweile werden Pfeffersprays in der Richtlinie (siehe Link) explizit in der Adwords-Hilfe unter "sonstige Waffen" erwähnt. https://support.google.com/adwordspolicy/answer/6014299 

3. Auch in der Schweiz diskriminiert Google einzelne Anbieter, die Anzeigen für Pfefferspray schalten wollen. Meine Anzeigen wurden auch gesperrt. Die Anzeigen meiner Mitbewerber wie z.B. Amazon werden aber trotz mehrfacher Verstossmeldung nicht gesperrt. Ich melde Amazon und Co. nun schon seit über einem Monat und die können immer noch für Pfefferspray werben. Link für Verstossmeldungen: https://support.google.com/adwords/troubleshooter/4578507?visit_id=0-636372122055430479-2675544958&r...
Link zu einschlägigen Screenshots, die Werbung von Amazon und Co. für Pfefferspray zeigt, obwohl dies eigentlich gegen die Richtlinien ist und mehrfach gemeldet wurde. https://pbs.twimg.com/media/DGtQH98WsAEaOs9.jpg:large

 

Google verstösst damit gegen das UWG. Denn sie dürfen zwar in ihren Richtlinien festlegen, welche Anzeigen sie schalten wollen und welche nicht, sie müssen dies dann aber für alle Marktteilnehmer bzw. Kunden gleichermassen umsetzen. Ansonsten ist es unlauterer Wettbewerb und verstösst gegen Art. 2 UWG. https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19860391/index.html#a2