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"Gesundheit und Medizin": Ausnahme für gemeinnützige Organisation?

Rang 5 RJ
Rang 5
# 1
Rang 5 RJ
Rang 5

Liebe Community,

 

mit der letzten Hoffnung, noch eine Lösung für mein Problem zu finden, wende ich mich an Euch.

 

Hintergrund: Wir sind eine gemeinnützige Organisation, die über ein bestimmtes Krankheitsbild aufklärt. Wir richten uns sowohl an Fachkreise als auch an die Öffentlichkeit und insbesondere Betroffene. Unsere medizinjournalistische Redaktion berichtet unter anderem über Fortschritte in Wissenschaft und Forschung. Wir verfolgen keine kommerziellen Interessen.

Wir nehmen am Programm AdGrants teil und schalten Adwords-Anzeigen, um auf unsere Agenda aufmerksam zu machen. Als Suchwörter verwenden wir den Namen der Krankheit und die Leitsymptome. Bisher wurden unsere Anzeigen immer wie gewünscht ausgeliefert.

 

Konkretes Problem: Im Dezember berichteten wir über eine wissenschaftliche Studie, in der die Wirksamkeit eines bestimmten Medikaments getestet wurde (es erwies sich als nicht signifikant wirksam). Das Medikament ist verschreibungspflichtig und in der "Liste der nicht freigegebenen Substanzen" der Richtlinie "Gesundheit und Medizin" aufgeführt. Die Richtlinie bestimmt:

Die Verwendung von Begriffen mit Bezug auf verschreibungspflichtige Arzneimittel im Anzeigentext, auf Zielseiten oder in Keywords wird von Google in den meisten Ländern nicht gestattet.

Unsere Anzeigen wurden daraufhin – weil wir ein gelistetes Medikament auf einer "Zielseite" genannt haben – gesperrt. Wir haben das Medikament nicht als beworbenen Suchbegriff verwendet. Wir vertreiben das Medikament nicht und vermitteln es auch nicht.

 

Die Richtlinien sieht eine Ausnahmemöglichkeit vor, die auf Fälle wie unsere zuzutreffen scheint:

In bestimmten Fällen und wenn gesetzlich zulässig erlaubt Google ausnahmsweise die Verwendung von Begriffen mit Bezug zu verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Anzeigentext, auf Zielseiten oder in Keywords für Kampagnen von Regierungs- oder etablierten gemeinnützigen Gesundheitsorganisationen, sofern diese Kampagnen das Bewusstsein für öffentliche Gesundheit und Sicherheit erhöhen sollen. Wenn Sie eine solche Ausnahme beantragen möchten, um Begriffe mit Bezug auf verschreibungspflichtige Arzneimittel im Anzeigentext, auf Zielseiten oder in Keywords zu verwenden, wenden Sie sich bitte an uns.

Das verlinkte Formular erlaubt allerdings "Deutschland" nicht als Auswahl.

 

Kontakt mit dem Adwords-Support: Der Support konnte mir nur das Problem begreiflich machen. Warum in Deutschland keine Ausnahmemöglichkeit vorgesehen ist, konnte der Support nicht erläutern (eine Ausnahme wäre im Rahmen der gesetzlichen Lage nach dem deutschen Heilmittelwerbegesetz durchaus möglich – wir werben nicht für Medikamente). Als einzige Lösung wurde uns vorgeschlagen, wir sollten über die Studien berichten, ohne das Medikament zu nennen. Das ist für uns keine Option, der Name des Medikaments ist das Schlagwort, das  interessierte Kreise in einem Bericht erwarten. Außerdem bedürfen Verbraucher keines Schutzes, denn weder werben wir mit dem Medikament, noch für das Medikament.

 

tl;dr: Die Richtlinien sind im kommerziellen Kontext sinnvoll, im gemeinnützigen wie dem unsrigen nicht. Dafür sehen die Adwords-Richtlinien an sich eine Ausnahmemöglichkeit vor, die in Deutschland derzeit aber offenbar nicht gewährt wird.

 

Hat jemand noch eine Idee, wie ich Google davon überzeugen könnte, dass es auch in Deutschland Bedarf für diese Ausnahmemöglichkeit gibt? Ich bin dankbar für jede Anregung!

 

Herzliche Grüße

RJ

"Gesundheit und Medizin": Ausnahme für gemeinnützige Organisation?

Rang 8
# 2
Rang 8

Ich denke, dass Google das sicherlich machen würde, sofern es gesetzlich möglich wäre, für verschreibungspflichtige Produkte zu werben. Das ist meiner Meinung nach aber verboten.